10. Februar 2013

Unser Gedenkstein

Manfred Gustke, Luckenwalde

Viel zahlreicher als in den vergangenen Jahren kamen am 10. Februar 2013 Menschen nach Ziegenhals, um Ernst Thälmann zu ehren und an der Einweihung des Gedenksteines teilzunehmen. Leo Kuntz, Sohn des an der Ziegenhalser KPD-Tagung teilnehmenden Albert Kuntz, erinnerte beeindruckend an die unendlichen Leiden, die die Teilnehmer der Tagung, aber danach auch die ganze Menschheit zu ertragen hatten.

19 von ihnen mussten diesen faschistischen Terror mit dem Leben bezahlen. Die illegale Tagung befasste sich mit der Situation in Deutschland unmittelbar nach der Machtergreifung des Hitlerregimes und erkannte die schwerwiegenden Folgen des heraufziehenden Nationalsozialismus.

Daran erinnert unser Gedenkstein.

Unser Gedenkstein deswegen, weil er ein Zeichen dafür ist, dass der Willkür durchaus Einhalt geboten werden kann und muss.

Unser Gedenkstein auch deswegen, weil er ausschließlich aus Spenden des Aktionsbündnisses gegen Rechts und auf Grund der internationalen Solidarität errichtet werden konnte. Die Bundesrepublik, das Land Brandenburg und die Kommune zeigten kein Interesse daran, das Projekt zu unterstützen.

Dem Reporterteam das rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg) war er eigenen Erklärungen in den Abendnachrichten zufolge sogar ein „rotes Tuch“.

Leo Kuntz bei seiner Rede
Der Gedenkstein