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Tom Siedenberg, Mitglied des Kreisvorstandes

8. Mai: Tag der Befreiung

Heute ist der Tag der Befreiung. Wir feiern diesen Tag, da am 8. Mai 1945 endlich die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht kam. Dies bedeutete gleichzeitig auch das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung vom Nationalsozialismus. In der Nacht gab es an diesem Tag Verhandlungen der alliierten Streitkräfte im Reims.

Der Zweite Weltkrieg forderte von knapp zehn Millionen sowjetischen Soldaten das Leben. Der nationalsozialistische Völkermord kostete zudem ungefähr sechs Millionen Jüdinnen und Juden das Leben.

Viele Verfahren gegen erstrangige Täter zwischen 1950 und 1980 wurden nicht durchgeführt. Zu viele Nazis kamen straflos davon. Das war ein riesiges Versäumnis der Justiz.

Was hat der Nationalsozialismus aber mit der heutigen Zeit zu tun?

Auch heute sehen wir, wie die rechtsextremistische Gewalt drastisch zunimmt. Die AfD spricht heute wieder davon, dass sich ein Holocaust wieder lohnen würde, dass man sich Millionen Tote wünsche, man wünsche sich zudem brennende Flüchtlingsheime und man müsse eine SA gründen.

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutshen Bundestag, sprach davon, dass diese Schweine nichts anderes als Marionetten der Siegermächte seien und davon, dass molekulare Bürgerkriege in den Ballungszentren durch Überfremdung induziert werden sollen.

Alexander Gauland, ebenfalls Fraktionsvorsitzender der AfD im Deutschen Bundestag, sagte, Hitler und die Nazis seien nur ein Vogelschiss in über 1.000 Jahren deutscher Geschichte, zudem will er auch Frau Özuguz nach Anatolien entsorgen.

Wolgang Gedeon, durch die AfD fünf Jahre lang Landtagsmitglied in Baden-Württemberg, schrieb in seinem Buch „Wie der Islam der äußere Feind, so waren die talmudischen Ghetto-Juden der innere Feind des christlichen Abendlandes“. Es gibt unzählige weitere Zitate von AfD-Politiker*innen, die mehr als antidemokratisch sind. Fast täglich kommen neue hinzu.

55 Prozent der Wähler*innen der AfD gaben laut einer Allensbach-Umfrage an, Juden hätten zu viel Einfluss auf der Welt. Damit zeigt sich, dass der Hass auf Jüdinnen und Juden auch heute noch eine enorme Gefahr und Gewaltpotential bedeutet.

Seit der Wiedervereinigung gab es in Deutschland mindestens 182 Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt zu beklagen. Dazu zählen unter anderem der rassistische Anschlag in Hanau, der Angriff auf eine Synagoge in Halle und der Mord an Walter Lübcke.

Diese Gewalt entsteht durch den Hass und die Hetze der AfD. Wer vorhergenannte Äußerungen tätigt, rechnet fest damit, dass diese Worte in Gewalt enden. Die AfD kann nicht behaupten, sie hätte nichts damit zu tun.

Seit Jahren holt uns die Vergangenheit wieder ein. Wir kämpfen mit enormen Problemen in den Sicherheitsbehörden (Waffen und Munition verschwinden ständig bei der Polizei und der Bundeswehr). Rechte Tendenzen sind hier klar erkennbar und die Behörden positionieren sich nicht klar und deutlich gegen Faschist*innen. Das sieht man auch in Brandenburg. Der GdP-Landesvorsitzende Andreas Schuster ist der Meinung, dass der Beschluss zur Unvereinbarkeit einer Mitgliedschaft bei der AfD und der GdP rechtlich nicht haltbar sei. Liegt aber nicht gerade darin das Problem, dass die AfD eine demokratisch legitimierte Partei ist, obwohl sie pausenlos antidemokratisch agiert?

Zudem gab es Todesopfer auch in Deutschland durch Polizeigewalt. Ich erinnere an den Tod des inhaftierten Oury Jalloh. Auch Amad Ahmad starb ebenfalls durch Verbrennungen, obwohl die Polizei schon wusste, dass er unschuldig im Gefängnis saß. Auch Christy Schwundeck wird nicht vergessen. Sie wurde 2011 von einer Polizistin erschossen.

Es gibt unzählige weitere Fälle von unaufgeklärter Polizeigewalt. All diese Ermittlungsverfahrungen wurden frühzeitig eingestellt und bis heute weiß man nicht genau, was tatsächlich geschah. Und das trotz verschiedenster Gutachten, die den Wahrheitsgehalt der Polizeiaussagen stark bezweifeln. Bei weiteren Fällen wurden Zeugenaussagen regelrecht ignoriert. Wir müssen jederzeit eine konsequente Aufklärung der Fälle fordern.

Unsere Pflicht ist es, an die Gräueltaten von damals zu erinnern und sie im heutigen Kontext künftig zu verhindern. Dazu zählt, dass Antifaschismus niemals verboten sein darf. Zum Glück bekam der VVN-BdA seine Gemeinnützigkeit zurück. Es war ein Skandal, dass dem ältesten antifaschistischen Verein Deutschlands die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde.

In Deutschland versucht man heute Antifaschist*innen zu kriminalisieren und zu denunzieren. So sehen wir es auch gerade in Thüringen. Dort wird ein Untersuchungsausschuss zur Mafia und möglichen Verbindungen in die Politik, Verwaltung & Justiz gegründet. Die Landtagsfraktion der LINKEN schlug die Abgeordnete Katharina König vor, um den Vorsitz des Ausschusses zu übernehmen. Die AfD, FDP und die Mehrheit der CDU lehnten sie ab, da das Problem ihre Nähe zur „Antifa“ sei.

Heutzutage wird es also als Problem und gefährdend angesehen, Antifaschist*in zu sein. Davon dürfen wir uns aber auf keinen Fall beeinflussen lassen. Antifaschismus ist jederzeit unsere Pflicht. Ohne Antifaschismus gibt es auch keine Demokratie.

In dem Sinne sage ich: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.

Wir gedenken der gefallenen sowjetischen und allierten Opfer sowie den Jüdinnen und Juden, die während der Zeit des Nationalsozialismus für ideologische Verblendung sterben mussten.

E. Scheidler
Stilles Gedenken zum Tag der Befreiung 2021 auf dem Stalag-Friedhof in Luckenwalde
E. Scheidler
Gedenken zum Tag der Befreiung am 8. Mai 2021 auf dem Stalag-Friedhof in Luckenwalde
F. Thier
In Brandenburg wurde 2015 – auf Initiative der LINKEN – der 8. Mai endlich als "Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des zweiten Weltkrieges in Europa" in das Brandenburger Feiertagsgesetz aufgenommen.
privat
Jürgen Akuloff und Kornelia Wehlan, Landratskandidatin der LINKEN, während des Gedenkens zum Tag der Befreiung 2021 am Sowjetischen Ehrenfeld auf dem Waldfriedhof in Luckenwalde.
E. Scheidler
Felix Thier (Mitte), Vorsitzender des Kreisverbandes, während seiner Ansprache zum Gedenken anlässlich des Tages der Befreiung 2021.
P. Hacke
In diesem Jahr hielt Tom Siedenberg (r.) in Jüterbog die Gedenkrede. Neben ihm Maritta Böttcher (Bildmitte), stellv. Vorsitzende des Kreisverbandes, und Tobias Bank, Bundestagskandidat, während des Gedenkens zum 8. Mai 2021.
privat
Gedenken in Jüterbog zum Tag der Befreiung 2021.
privat
DIE LINKE des Regionalverbandes TF Süd gedachte in Jüterbog u. a. am Sowjetischen Mahnmal.
privat
Mahnmal in Jüterbog
Felix Thier, Vorsitzender des Kreisverbandes

Aktivitäten zum 1. Mai 2021 - DIE LINKE war trotz Corona-Pandemie präsent!

Auch, wenn die Corona-Pandemie, und die mit ihr verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, nach wie vor unser aller Alltag beeinträchtigen, so ließen wir es uns als LINKE doch nicht nehmen, zum Tag der Arbeit, am 1. Mai, in der Öffentlichkeit präsent zu sein.

So fand am Vormittag in Jüterbog traditionell das Gedenken, gemeinsam mit der SPD, auf dem Marktplatz statt. Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE) ging in ihrer kurzen Rede darauf ein, dass die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit sowie eine einheitliche Rente in Ost wie West aktueller denn je sei. Und das, obwohl 30 Jahre nach der Wende die Angleichung, ja die Gleichberechtigung doch endlich einmal vollzogen sein sollte. Seit 1995 gelte in den westlichen Bundesländern für die Metaller*innen die 35 Stunden-Woche. Im Osten unserer Republik, bei Schaeffler in Luckenwalde, in Werken in Ludwigsfelde, in Berlin Köpenick unterscheide man sich in 4.000 Arbeitsstunden von den Berufskolleg*innen im Westen - zwei Jahre späterer Renteneintritt! Daher gehöre gerade am Tag der Arbeit insbesondere die Solidarität aller den aktuell Streikenden! Volle Auftragsbücher, Mehrarbeit - und dann Werksschließungen? Da läuft etwas falsch in diesem, unseren Land!

Tobias Bank, Bundestagsdirektkandidat der LINKEN im Wahlkreis 60 (südlicher Teil Teltow-Flämings) ging in seinem Beitrag auf das Solidaritätslied Brechts ein und erinnerte daran, dass die Zeilen dieses Werkes aus dem Jahr 1931 heute, genau 100 Jahre später, nichts an Aktualität eingebüßt hätten. "Solidarität ist Zukunft" sei das richtig gewählte Motto des 1. Mais 2021. Denn nur gemeinsam sei es möglich, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, damit Beschäftigte nicht gegeneinander ausgespielt werden könnten - insbesondere in einer so globaliserten Welt wie der unsrigen. Globale Vernetzung und grenzübergreifende Solidarität müsse daher die Losung der Beschäftigten sein! Es sei nur gerecht, wenn Arbeitnehmer*innen ihren gerechten Anteil an dem einforderten, was sie mitgeholfen hätten zu erwirtschaften. Da sei es blanker Hohn, wenn die aktuelle Pandemie in gut laufenden Betrieben als Argument für Lohnkürzungen oder gar Stellenabbau herhalten soll. Geradezu unmoralisch erscheine es, wenn Konzerne ihre Beschäftigten in Kurzarbeit sendeten, gleichzeitig staatliche Hilfen beanspruchen würden und dann ihren Aktionär*innen fette Dividenden ausschütten würden. Da läuft etwas falsch in diesem, unseren Land!

Am Nachmittag traf man sich dann in Luckenwalde auf dem Boulevard. Hier findet traditionell seit 30 Jahren zum Tag der Arbeit das große Familienfest der LINKEN Teltow-Fläming statt. Leider musste es nun schon zum zweiten Mal, nach 2020, pandemiebedingt ausfallen. Als kleine Alternative hatten aber unser Stadtverband Luckenwalde und Nuthe-Urstromtal einen Infostand organisiert und so Flagge für DIE LINKE gezeigt. Mit dabei waren Kornelia Wehlan, Landratskandidatin und Carsten Preuß, Bundestagsdirektkandidat für den diese Region umfassenden Wahlkreis 62. Beide, und die mit anwesenden Mitglieder unseres Kreisvorstandes und unserer Stadtfraktion, kamen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.

privat
Mit zum Tag der Arbeit am 1. Mai findet in Jüterbog auch das Gedenken an im Jahr 1945 von Nationalsozialisten ermorderte, in ihrer Mehrzahl kommunistische, Kommunalpolitiker statt. Traditionell gedenken diesen Ereignissen SPD und LINKE gemeinsam.
privat
Gemeinsames Gedenken: Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE), LINKEN-Parteivorstandsmitglied und Bundestagskandidat, Tobias Bank, stellv. LINKEN-Kreisvorsitzende und Jüterboger Stadtverordnete, Maritta Böttcher, Landkreis-Beigeordnete Dietlind Biesterfeld (SPD) und SPD-Landtagsmitglied Erik Stohn (v. l. n. r.).
privat
Corona-Pandemie: Abstand zueinander und Maskenpflicht.
privat
Mitglieder und Sympathisierende der LINKEN und der SPD trafen sich in Jüterbog traditionell gemeinsam am 1. Mai.
M. Zeiler
Pandemiebedingt gab es zum 1. Mai 2021 kein großes Familienfest in Luckenwalde, sondern "nur" einen Info-Stand, mit dabei: Bundestagskandidat Carsten Preuß, Kreisvorstandsmitglied Lara Ehrke, Stadtverordneter Manfred Thier und Landratskandidatin Kornelia Wehlan (v. l. n. r.).
L. Ehrke
Info-Stand zum 1. Mai: Carsten Preuß, Martin Zeiler, Manfred Thier und Kornelia Wehlan (v. l. n. r.)
Felix Thier, Vorsitzender des Kreisverbandes

Landrätin steht zur Wiederwahl

DIE LINKE in Teltow-Fläming wählte am heutigen Samstag in Ludwigsfelde die Landrätin, Kornelia Wehlan, zur Landratskandidatin für die Wahl am 26.09.2021.

Kornelia Wehlan ist bereits seit 2013 als Landrätin des Landkreises tätig. Sie wurde 1961 in Luckenwalde geboren, wo sie auch bis heute wohnt, und ist studierte Agraringenieurin. Lange Jahre war sie auch in der Landespolitik tätig und kennt die Arbeit in der Kommunalpolitik aus 25 Jahren Arbeit als Stadt- und Kreistagsabgeordnete.

Kornelia Wehlan: „Wir haben gemeinsam viel erreicht und noch viel zu tun. Wir haben die Kreisschulden abgebaut und damit den Landkreis enkeltauglich gemacht, mit Erfolg für die Eigenständigkeit des Landkreises gekämpft, den Zustrom an Geflüchteten gut gemeistert, riesige Waldbrände gelöscht und arbeiten im Moment an der Bewältigung der Corona-Krise. Bei all dem hilft uns der gute Dreiklang von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft, der unseren Landkreis prägt und wirtschaftliche Stabilität für junge Menschen und Familien auch in Zukunft sichert. Das ist unser Markenzeichen, unsere Stärke.“

Der Kreisvorsitzende der LINKEN, Felix Thier, freut sich über die Bereitschaft von Kornelia Wehlan, erneut zu kandidieren. „Kornelia Wehlan hat beim Abbau der Kreisschulden, beim Verwaltungsumbau, bei der Erarbeitung unseres Leitbildes, für zusätzliche Aktivitäten zur Begrenzung der Erderwärmung und für eine Bürgerbeteiligung auf neuen Wegen persönlich Enormes geleistet und Führungsstärke bewiesen. Sie setzt die Interessen der Bürgerinnen und Bürger über Parteiinteressen und baut nicht auf One-Man-Shows. Für sie hat der Erfolg viele Väter und Mütter und sie ist nah an den Menschen und verbunden mit ihrer Heimatregion.“

Zur Äußerung der SPD-Landratskandidatin Dietlind Biesterfeld: „Ich möchte an das anknüpfen, was unter Leitung eines SPD-Landrates in der Vergangenheit für unseren Landkreis geschaffen wurde und diesen zu der Erfolgsstory gemacht hat, der er heute ist ...“ erinnert Felix Thier daran, was Kornelia Wehlan 2013, nach über 20 Jahren SPD-Führung im Landkreis, vorgefunden hat: „Der Landkreis hatte einen Schuldenberg von über 30 Millionen Euro. Er war nur noch eingeschränkt handlungsfähig und stand unter der Aufsicht des Innenministeriums. Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Gemeinden und Städten war auf einem Tiefpunkt angekommen. Die Verwaltung war seit längerer Zeit, nach Abwahl des Amtsinhabers, ohne Landrat. Das hatte Auswirkungen auf die Arbeit von Verwaltung und Kreistag. Es gab keine handlungsfähige politische Mehrheit mehr. Außenbild und Image unseres Landkreises vollzogen in den letzten Jahren einen positiven Wandel. Um gut aus der Krise zu kommen, Weiteres und Neues anzugehen ist Beständigkeit wichtig. Das sichert Kornelia Wehlan. Es ist nicht die Zeit für Experimente.“, so Felix Thier.

M. Böttcher
Freuen sich über die erfolgreiche Kandidatinnennominierung zur Landratswahl: Kornelia Wehlan und Felix Thier, Vorsitzender des LINKEN-Kreisverbandes.
F. Thier
Abstimmungen zu Beginn der Versammlung
F. Thier
Landrätin Kornelia Wehlan stellt sich vor und zieht Bilanz.
F. Thier
Abstand halten, auch im Saal - DIE LINKE tagte unter Pandemie-Bedingungen.
F. Thier
Bedankt sich für das ihr ausgesprochene Vertrauen: Landratskandidatin Kornelia Wehlan.
F. Thier
Interview mit dem teltowkanal nach erfolgreicher Kandidatinnennominierung.
Tom Siedenberg, Mitglied des Kreisvorstandes

Osterhausen besuchen KITAS

Leider musste, wie im letzten Jahr, auch in diesem Jahr das Osterhasenfest aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Trotzdem überlegte sich der Regionalverband der LINKEN Teltow-Fläming Süd eine Alternativlösung: Tobias Bank und Benjamin Petzhold schlüpften in die Rolle des Osterhasen. Sie besuchten gemeinsam zwölf Einrichtungen in Jüterbog sowie in Kloster Zinna und überreichten den Mädchen und Jungen eine kleine Osterüberraschung. Zuvor waren zehn Helfer*innen Geschenke einkaufen gegangen und hatten diese verpackt. 

Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr endlich wieder wie gewohnt unser Osterhasenfest stattfinden lassen können. 

Wir wünschen euch allen frohe Ostern und bleibt gesund!

Felix Thier, Vorsitzender des Kreisverbandes

Gratulation zum 100. Internationalen Frauentag

Liebe Genossinnen, liebe Sympathisantinnen, liebe Leserin,

2021 ist geprägt von einer weltweiten Pandemie. Was bedeutet das für Euch?

Es bedeutet, dass der Gesellschaft jeden Tag gezeigt wird, wie wichtig und unerlässlich ihr seid. Natürlich wisst ihr das schon. Aber ist das auch der Gesellschaft im allgemeinen klar? Ihr gebärt, zieht auf, geht arbeiten - körperlich und mental, macht Karriere, bleibt zu Hause, ihr heilt, hört zu, ihr denkt voraus, haltet zusammen, moderiert, delegiert, zeigt Gesicht, seid #metoo, emanzipiert.

Ihr Frauen, liebe Genossinnen und Sympathisantinnen, liebe Leserinnen, seid dem Menschen eine Helferin!

Der 8. März ist seit 1921 ein internationaler Feiertag. Wir begehen diesen Tag nun schon zum 100 Mal.
 Der Frauentag ist ein Tag für die Gleichberechtigung, für das Wahlrecht der Frauen sowie für die Emanzipation.

Der Frauentag entstand jedoch schon vor dem ersten Weltkrieg, damals wurde noch kein genaues Datum festgelegt, doch es ging da schon um genau die oben genannten Dinge.
 Das führt uns zu Clara Zetkin und Käte Duncker, die maßgebend dafür waren, dass wir heute 
zum 100. Mal den Internationalen Frauentag 
feiern können.

Liebe Genossinnen und Sympathisantinnen, liebe Leserinnen,

als Vorsitzender des Kreisverbandes Teltow-Fläming der LINKEN gratuliere ich Euch im Namen des gesamten Kreisvorstandes und versichere, dass wir uns als DIE LINKE weiter und engagiert für die vollständige Gleichstellung aller einsetzen. Getreu Clara Zetkin: „Nicht das Lippenbekenntnis, nur das Leben und Handeln adelt und erhebt.“

Solidarische Grüße an Euch!

Felix Thier

M. Zeiler
Gratulierte zum Frauentag 2021: LINKEN-Kreisvorsitzender Felix Thier im Luckenwalder Hospiz.
Felix Thier, Vorsitzender des Kreisverbandes

DIE LINKE. Teltow-Fläming verteilt kostenfrei über 3.000 FFP2-Masken an Bedürftige und soziale Einrichtungen im gesamten Landkreis

F. Thier
DIE LINKE. Teltow-Fläming spendet FFP2-Masken

In Brandenburg gilt seit Ende Januar 2021 eine verschärfte Maskenpflicht, wonach in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften keine Alltagsmasken mehr getragen werden dürfen. Weil konventionelle OP-Masken zwar einen gewissen Fremdschutz gewähren, aber keinen Eigenschutz, wird die Nutzung von FFP2-Masken empfohlen. Diese Maske bietet zwar einen besseren Fremd- und Eigenschutz vor dem Corona-Virus, kostet aber auch bedeutend mehr. Dies stellt, vor dem Hintergrund einer seit mehreren Monaten durch die Pandemie gebeutelten Gesellschaft, eine zusätzliche finanzielle Belastung dar.

Dazu erklärt Felix Thier, Vorsitzender der LINKEN in Teltow-Fläming: „Wenn Bundes- und Landesregierung eine verschärfte Maskenpflicht zur Eindämmung des Corona-Virus verordnen, dann ist das zunächst einmal eine nachvollziehbare Maßnahme. Allerdings dürfen sie die Verantwortung dafür nicht allein auf die Menschen abwälzen, zumal einkommensschwache Familien darunter verstärkt leiden. Somit wird wissentlich ein Teil der Gesellschaft zurückgelassen, der sich bei einem begrenzten Budget somit im Zweifel zwischen Gesundheitsschutz und Versorgung der eigenen Familie entscheiden muss. Da reicht aus unserer Sicht ein einmaliger Bonus in Höhe von 150 Euro sowie die Verteilung vereinzelter Masken zur finanziellen Entlastung in Anbetracht der Gesamtdauer der Pandemie nicht aus. Wir fordern einen monatlichen Corona-Zuschlag in Höhe von 100 Euro an alle Personen, die staatliche Transferleistungen beziehen, wie beispielweise Wohngeld oder BAföG.“

Aus diesem Grund übergibt der Kreisverband DIE LINKE. Teltow-Fläming über 3.000 Masken an soziale Einrichtungen, in erster Linie an Tafeln, Frauenhäuser und Übergangswohnheime. Über jene Einrichtungen sollen die FFP2-Masken ihren Weg zu den bedürftigen Menschen finden.

Tom Siedenberg, Mitglied des Kreisvorstandes

Gedenken an die Opfer des rechten Terrors

Heute gedenken wir der Opfer des rassistischen Anschlags vom 19.02.2020 in Hanau. 

Die Opfer dieser abscheulichen Tat dürfen niemals vergessen werden. Auch in der heutigen Zeit haben wir ein gesellschaftliches Problem namens Rassismus. Die Tat war das Ergebnis jahrelanger Hetze gegen Minderheiten. Am 19.02.2020 wurde uns einmal mehr bewusst, welche Probleme wir in deutschen Behörden haben. Eines der Opfer wollte Schlimmeres verhindern. Es war Vili Viorel Păun. Er überlebte die Schüsse in einer Hanauer Shishabar. Er folgte dem Täter und versuchte dabei mehrmals die Polizei zu erreichen. Seine Versuche blieben leider erfolglos. Wären die Telefone besetzt gewesen, hätten weitere Morde verhindert werden können. Der Täter war außerdem polizeibekannt. Schon Jahre vorher wurde er der Polizei durch wirre Anzeigen bekannt. Natürlich ist das noch kein Grund für eine Verhaftung. Als der Täter aber ein Manifest veröffentlichte, in dem er Rassismus, Hass auf Israel, Verachtung für den Islam und Wut auf die einheimischen Befürworter von Migration äußerte, hätten die Sicherheitsbehörden direkt einschreiten müssen. All dies ist nicht mit dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zu rechtfertigen, denn Rassismus ist keine Meinung! Solche Taten werden sich immer wieder ereignen. 

Schaut man sich die Kommentare in den Sozialen Medien an, müssten die Behörden wesentlich schneller eingreifen. Doch auch Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram tragen an solchen Taten eine Mitschuld. Rassist*innen wird dort eine Plattform fast ohne Zensur geboten und dies ist fatal, denn aus Worten entstehen Taten. 

Diese Tat war auch kein Einzelfall. Erinnern wir uns an den Tod von Oury Jalloh, der in einer Gefängniszelle verbrannte. Bis heute ist diese Tat nicht zu 100% aufgeklärt. 
Erinnern wir uns auch an den Anschlag auf eine Synagoge in Halle oder den Mord an Walter Lübcke. Auch die Morde durch den NSU darf man dabei nicht vergessen. Würden wir alle Taten aufzählen, könnten wir nahezu ein Buch darüber schreiben. 

Es ist ein gesellschaftliches Problem und gegen dieses Problem müssen wir weiterhin kämpfen. Rassismus ist keine Alternative. Rassismus tötet. 

Für die Hanauer Opfer Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin gab es heute in Luckenwalde ein kleines Gedenken. Am Bahnhof haben Mitstreiter*innen des Jugendforums Teltow-Fläming die freien Grafittiwände dekoriert und Kerzen aufgestellt.

DIE LINKE. Teltow-Fläming

Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus

Heute, am 27. Januar, dem Tag, an dem Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des KZ Auschwitz-Birkenau befreiten, gedenken wir aller Opfer von Nationalsozialismus und faschistischer Barbarei: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, Sozialdemokraten, Kommunisten, Andersdenkende, an Männer und Frauen des Widerstandes, an Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, an Greise und Kinder, an Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Es dauerte 1933 keine zwei Monate, bis nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler das erste KZ (Dachau) in Betrieb genommen wurde. Am 20. Januar 1942 wurde mit der „Wannseekonferenz“ die „Endlösung der Judenfrage“ konzipiert - der Holocaust als kalt berechnete Planung auch der rassistischen Machtsicherung des deutschen Faschismus. Deshalb waren es Kommunisten und Sozialisten, christliche und demokratische Oppositionelle, jene die vor der faschistischen Gefahr warnten und dennoch nicht in einer politischen Gegenwehr zueinander fanden, die als erste die KZ errichten und in ihnen Ausbeutung, Folter und Tod erleiden mussten.

Schon bald kam es zum staatlich gelenkten Boykottaufruf gegen jüdische Geschäfte, Ärzte, Anwälte, Banken. Es folgten, neben vielen weiteren Ereignissen, die Bücherverbrennung, der Erlass der Rassegesetze, die Unterstützung des spanischen Diktators Franco, der „Anschluss“ Österreichs und des tschechoslowakischen Sudetenlandes, die Reichspogromnacht, der Einmarsch in die Tschechoslowakei, der Pakt mit Stalin und schließlich der Beginn des zweiten Weltkrieges mit dem auf der Lüge vom Sender Gleiwitz „begründeten“ Einmarsch in Polen.

Das alles in gerade einmal sechseinhalb Jahren. Weitere sechs Jahre dauerte der Krieg, der mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion vor 80 Jahren, den brutalen Eroberungen Japans in China und Korea sowie dem japanischen Überfall auf Pearl Harbour zum brutalsten und unvorstellbares Leid verursachenden Weltkrieg wurde. Dem Zweiten in der Menschheitsgeschichte.

Erinnern wir, vergessen wir nicht, mahnen wir.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!


Am Holocaust-Gedenktag erinnerten und gedachten Mitglieder und Sympatisant*innen der Zossener und Mellenseer LINKEN an die Opfer des Nationalsozialismus. Unter Einhaltung der Abstandsregeln und in kleiner Gruppe wurde im Stadtpark, am ehemaligen Standort des Gedenksteins für die Opfer des Faschismus, ein Blumengebinde niedergelegt.

»Wir gedenken der Entrechteten, Gequälten und Ermordeten: der europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zeugen Jehovas, der Millionen verschleppter Slawen, der Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der politischen Gefangenen, der Kranken und Behinderten, all derer, die die nationalsozialistische Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt hatte. Wir erinnern auch an diejenigen, die mutig Widerstand leisteten oder anderen Schutz und Hilfe gewährten«, so der ehemalige Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert in seiner Rede im Bundestag 2008.

»Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Die Erinnerung an dieses Unrecht wach zu halten und die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuarbeiten, ist eine immerwährende Verpflichtung und dafür benötigen wir auch Orte des Gedenkens«, so Carsten Preuß.

Gedenkstätten und Mahnmale, die über die Gräueltaten in der Zeit des Nationalsozialismus aufklären und an die Opfer erinnern, müssen für die Erinnerungskultur bewahrt werden. Von 1975 bis 2019 stand im Zossener Stadtpark in unmittelbarer Nähe des Springbrunnens der Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus mit dem Schriftzug »Unsterbliche Opfer«. Dieser Gedenkstein aus rotem Quarz wurde 2019 auf Veranlassung der damaligen Bürgermeisterin auf den städtischen Friedhof versetzt und damit faktisch begraben. DIE LINKE möchte diesen Gedenkstein wieder in den Stadtpark holen und somit wieder im öffentlichen Bewusstsein verankern.

Erinnert wurde auch an die Stolpersteine, die in der Stadt Zossen verlegt sind. Wir müssen alles tun, um Freiheit, Demokratie und Rechtstaat zu schützen und zu bewahren.


Beim Gedenken in Jüterbog am Ehrenmal für die Opfer des Faschismus sprach die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes der LINKEN Teltow-Fläming, Maritta Böttcher, u.a. folgende Worte: »76 Jahre später gedenken wir der Opfer und erinnern an die Befreiung von Auschwitz. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass es heute wieder Faschisten gibt, die unsere Gesellschaft mit Hass und Brutalität bedrohen. Politik hat die Verantwortung, dem Faschismus den Boden zu entziehen. Gedenken heißt nicht nur, über die Shoa zu reden, sondern auch jüdisches Leben in der Gegenwart zu schützen. Es gab in den letzten Jahren zu viele Angriffe, zu viel Hass, Antisemitismus und Rassismus in der Gesellschaft. Dem müssen wir konsequent entgegentreten.«

Gemeinsam mit Tobias Bank, Direktkandidat der LINKEN im Wahlkreis 60 zur Bundestagswahl, legte Maritta Böttcher ein Blumengebinde »Gegen das Vergessen« nieder.

H. Preuß
Gedenken durch Mitglieder der LINKEN aus Am Mellensee und Zossen
H. Preuß
Mitglieder und Sympathisierende erinnerten zum Holocaustgedenktag an die Opfer.
C. Preuß
Gedenkstein in Zossen
H. Preuß
Stolperstein im Straßenplaster der Stadt Zossen
M. Zeiler
27. Januar 2021: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Ehrenhain, Luckenwalde
M. Zeiler
Mahnmal im Ehrenhain
J. Akuloff
Felix Thier während seiner Ansprache
M. Zeiler
27. Januar 2021: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Friedhof des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG III A, Luckenwalde
M. Zeiler
Gedenktafel auf dem STALAG-Friedhof