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Mitglieder der Linken haben in Jüterbog als Zeichen der Erinnerung die Stolpersteine gereinigt und poliert.
Das Foto zeigt zwei Personen beim Polieren der Stolpersteine.

Nicole Liedtke und Felix Thier

Pogromgedenken: Unsere Geschichte, die zum mahnenden Erinnern verpflichtet

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In Jüterbog wurde an den Stolpersteinen gedacht.
Das Foto zeigt eine Gruppen von Menschen, die an den Stolpersteinen Blumen niedergelegt haben.
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gereinigte Stolperteine in Jüterbog
Das Foto zeigt polierte Stolpersteine und dort niedergelegte Blumen.
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Verlegte Stolpersteine im Straßenpflaster der Stadt Jüterbog.
Das Foto zeigt zwei Stolpersteine.
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Im Anschluss zum Gedenken traf man sich im Roten Treff in Jüterbog.
Das Foto zeigt eine Gruppe von Menschen im Roten Treff der Linken in Jüterbog.
F. Thier
Zum Pogromgedenken 2025 kamen in Luckenwalde viele Leute zusamnen.
Das Foto zeigt viele Menschen auf dem Gehweg der Zinnaer Straße in Luckenwalde.
F. Thier
Verlegte Sttolpersteine für Margarete und Rudolf sowie Eva Schlesinger.
Das Foto zeigt drei Stolpersteine im Straßenpflaster der Stadt Luckenwalde.
F. Thier
Frisch verlegte Stolpersteine in Luckenwalde für Margarethe und Victor Schlesinger.
Das Foto zeigt zwei Stolpersteine.
F. Thier
Frisch verlegte Stolpersteine für Charlotte und Edmund Klose sowie Wera Zeller.
Das Foto zeigt drei Stolpersteine in Luckenwalde.

Zwischen dem 7. und 13. November 1938 wurden im gesamten damaligen Reichsgebiet mehrere hundert Jüdinnen und Juden ermordet. Schätzungen beziffern die Gesamtzahl der jüdischen Opfer der Pogrome auf 1.000 bis 2.000. Um die 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume jüdischer Menschen sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden gestürmt und zerstört.

Zwischen dem 10. und 13. November folgten Deportationen jüdischer Menschen in Konzentrationslager. Mindestens 30.000 Menschen wurden dabei inhaftiert, Hunderte starben an den Folgen der mörderischen Haftbedingungen oder wurden hingerichtet.

Die Pogrome von 1938 markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Jüdinnen und Juden ab 1933 hin zu ihrer systematische Verfolgung, Vertreibung und Ermordung.

Die im Straßenpflaster zahlreicher Städte und Gemeinden in ganz Deutschland verlegten Stolpersteine erinnern an die Schicksale dieser Menschen. Unserer Mitbürger*innen, Nachbarinnen und Nachbarn.

Alljährlich am 9. November findet daher Gedenken und mahnende Erinnerung statt. So auch bei uns im Landkreis. Am 9. November haben wir in Jüterbog ein deutliches Zeichen des Erinnerns gesetzt. Um 14:00 Uhr trafen wir uns, um anlässlich des Pogromgedenktages die sechs Stolpersteine der Stadt zu reinigen – zwei in den Weinbergen (Familie Korn) und vier in der Mönchenstraße (Familie Joel). Sorgfältig polierten wir die Messingplatten, damit die Namen der einst hier lebenden Menschen wieder klar sichtbar werden. Mit weißen Rosen gedachten wir ihrer Schicksale und machten zugleich bewusst, dass hinter jedem Stein ein individuelles, ausgelöschtes Leben steht.

Die gemeinsame Aktion brachte nicht nur die Steine zum Glänzen, sondern auch die Bedeutung dieses Tages ins Bewusstsein zurück: Erinnerung bleibt nur lebendig, wenn wir sie aktiv bewahren. Nach dem Gedenken kamen wir im Roten Treff zusammen, um den Sonntagnachmittag bei Kaffee und Gesprächen ausklingen zu lassen.

Das Zusammensein bot Raum für Austausch über Geschichte, Verantwortung und das Miteinander in unserer Stadt. Unsere kleine Runde zeigte, dass Engagement im Alltag beginnt – im achtsamen Blick auf die Spuren der Vergangenheit und im entschlossenen Auftreten für eine offene, menschenwürdige Gesellschaft.

In einigen Orten werden die verlegten Stolpersteine geputzt, woanders werden Blumen niedergelegt und Kerzen entzündet, an anderen Orten werden neue Steine verlegt. So oder so wird an die Ereignisse von vor 87 Jahren erinnert. Und gemahnt, um es nie wieder geschehen zu lassen.


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