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Robert Kosin

Robert Kosin, Mitglied des Kreisvorstandes

Pflege in Not!

Die Probleme in der Pflege sind zahlreich. Doch kann das kaum verwundern, denn Stress und Zeitnot sind pflegerischer Alltag. Die Bezahlung steht in keinem Verhältnis zu der Verantwortung und den Arbeitsbelastungen und drückt pure Geringschätzung aus. Alle wissen es, alle reden darüber. Doch wird trotzdem zu wenig getan, um den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten.

Problematisch ist der Personalmangel auch durch den jahrelangen Stellenabbau, der in der Vergangenheit betrieben wurde. Die Arbeit verteilt sich auf zu wenige Schultern. Work-Life-Balance? Fehlanzeige! Die gesundheitlichen Belastungen pflegerischer Kräfte steigen und führen zu mehr krankheitsbedingten Ausfällen. Der sowieso schon überfrachtete Arbeitsalltag der Kolleg*innen wird noch weiter strapaziert. Die Angst, bei dieser Überlasung etwas falsch zu machen, was im schlimmsten Falle Menschenleben gefährdet, ist enorm. Das Arbeiten im Dreischichtsystem tut sein übriges dazu.

Es fehlt der Nachwuchs. Auch die Zahl derer, die dem Beruf für immer den Rücken kehren, steigt. Kein Wunder bei diesen Arbeitsbedingungen. Ein Mensch der für die Pflege verloren ist, ist für die Pflege verloren! Gesundheit verkommt zur Ware!

Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste, von denen viele privatisiert wurden, müssen profitabel sein, damit Konzerne und Investor*innen Gewinne machen können. Sie werden - ganz nach marktwirtschaftlicher Logik - für ihre »Leistungen« bezahlt. Personalabbau sollte die Lösung sein, um Profit zu maximieren, was sich in Zeiten, wie der Corona-Pandemie, bitter rächte.

Viele Krankenhäuser wurden und werden zudem zusammengelegt. Auf dem Land bedeutet das für Erkrankte und deren Angehörige längere Wege. Die Chancen auf rechtzeitige Hilfe oder Rettung sinkt ebenfalls, wenn Rettungswagen weitere Wege fahren müssen.

Um profitabel zu sein, sind Ärzt*innen gezwungen zu überlegen, welche Behandlungen finanziell lohnend sind. Diagnosen werden schon mal dramatisiert oder ausgedehnt, Patienten* innen von einer Station auf die nächste verlegt. Das Gesundheitssystem ist durch die zunehmende Privatisierung oftmals marktwirtschaftlich organisiert, statt sich an den Menschen, für die es da ist, zu orientieren.

Die Tätigkeiten in der Pflege sind von Natur aus sehr komplex und anstrengend. Der zusätzliche Druck von außen, das Gesundheit als Geschäft verstanden wird, macht es für viele Pflegekräfte emotional schwer und belastet sie psysisch stark.

Unterm Strich haben Pflegekräfte zu wenig Zeit für zu viele Patient*innen und erhalten dafür eine viel zu geringe Bezahlung.

Dazu kommt ein aufgeblähtes und um Wettbewerbsfähigkeit bemühtes Krankenkassensystem, dass auf höherer Effektivität ausgelegt ist. Durch ihre steigenden Ausgaben für Werbung, Marketing und Verwaltung steigen die Beiträge der Versicherten, ohne Mehrwert für sie.

Jetzt steht wieder einmal eine groß angekündigte Reform des Gesundheitssystem ins Haus. Doch reicht diese bei weitem nicht aus, um den Notstand zu beenden. Unterfinazierung wird nicht gestoppt. Gesundheit bleibt eine Ware.

Was gegen den Pflegenotstand hilft?

  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in öffentliche Hand,
  • Gewinnverbot für Gesundheitseinrichtungen,
  • eine verbindliche Personaluntergrenze,
  • Rückgewinnung der Fachkräfte,
  • Aufwertung des Pflegeberufs durch Akademisierung,
  • bessere Bezahlung,
  • Abschaffung der Fallpauschalen (DRGs).

DIE LINKE. Teltow-Fläming steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten. Applaus vom Balkon reicht nicht aus, reichte nie. Es braucht einen radikalen Wandel: Gesundheit vor Profit!


Robert Kosin, Altenpfleger aus Großbeeren, Mitglied des Kreisvorstandes der LINKEN


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