Ein krankes System
Der Kapitalismus setzt auf unendliches Wachstum auf einem bereits heute über die Maße ausgebeuteten, endlichen Planeten. In der Medizin nennt man so etwas Krebs.
Und doch scheint dieser Weg für die Merz-geführte CDU/CSU-SPD-Bundesregierung so etwas wie der heilige Gral zu sein. Sozialleistungen werden gekürzt, Versicherungen eingedampft, Arbeitszeiten und Rentenalter verlängert.
Und da das noch nicht reicht, arbeitet Wirtschafts-Lobby-Ministerin Reiche konsequent daran, das Leben der Menschen teurer zu machen und verschafft der fossilen Industrie beste Renditen durch neue Gaskraftwerke, Abhängigkeiten vom Öl und nun wieder einem Tankrabatt. Gleichzeitig werden erneuerbare Energien, die uns unabhängiger von weltweiten Krisenlagen und damit stärker machen, aktiv von der Bundesregierung bekämpft.
Die Leidtragenden? WIR ALLE!
Die Pendlerin, die jeden Tag aus Dahme nach Luckenwalde fahren muss. Der Nachbar in Zossen, dessen Heizkostenabrechnung explodiert ist. Die Familie in Trebbin, die für den Wocheneinkauf plötzlich 50 Euro mehr zahlen muss. Und auch das kleine Unternehmen um die Ecke, die Gaststätten oder soziale Vereine, die um ihre Existenz kämpfen, da die Menschen ihr Geld eben nur einmal ausgeben können und der eigene Kühlschrank, die Heizung und das Auto systembedingt Priorität haben.
Solch ein System, dessen Führung im Schnitt der letzten Jahre lieber rund 100 Mrd. Euro für fossile Energieabhängigkeit ausgibt anstatt für Energieunabhängigkeit, kann mit Fug und Recht als krank und abartig bezeichnet werden.
Doch was wären denn die Alternativmöglichkeiten? Kapitalismus abschaffen! Da das auf absehbare Zeit jedoch nicht möglich ist, wäre eine Einführung von Produktionspreisdeckeln, bei denen Hersteller die Preise ihrer Produkte erklären müssen, ein sinnvoller Anfang. Egal ob Benzin, Butter oder E-Autos. Die Einführung einer Margendeckelung und die Berechnungsorientierung an Weltmarktpreisen für beispielsweise Öl, Milch und Stahl oder Lithium würden sofort helfen, die künstlich aufgeblasene Inflation der letzten Jahre wirkungsvoll zu bekämpfen.
Um das umzusetzen, bräuchte es natürlich eine effektive staatliche Kontrolle durch Zoll und Kartellamt. Das Ganze würde sogar fast ohne zusätzliche Bürokratie auskommen, denn die Unternehmen müssen die Preise und Margen ihrer Produkte je ohnehin kalkulieren. So machen wir es nur transparenter. Schicken wir dieses kranke System zum Arzt!
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