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Johannes Klemt
Doreen Schulze
Das Foto zeigt Doreen Schulze.

Doreen Schulze, Mitglied der Gemeindevertretung, Vorsitzende des Bauausschusses

Ein Blick aus der Gemeinde Am Mellensee

Der Haushalt 2025 der Gemeinde Am Mellensee macht die finanzielle Schieflage unübersehbar.

Mit Einnahmen von 16.531.004 Euro und Ausgaben von 20.821.620 Euro entsteht ein Defizit von 3.324.316 Euro. Diese Zahl ist nicht nur ein Rechenwert – sie zeigt, dass unsere Gemeinde seit Jahren strukturell falsch plant und jetzt die Konsequenzen tragen muss.

Die Wahrheit ist: Die Gemeinde muss endlich stärker in die Verantwortung genommen werden, denn es wurde vieles verbockt und zu lange schöngeredet. Die Folgen zeigen sich überall im Alltag. Freiwillige Leistungen brechen weg, weil kein Geld mehr da ist. Die Rentner-Weihnachtsfeier, die für viele ältere Menschen ein wichtiger sozialer Fixpunkt ist, kann ohne Spenden kaum noch stattfinden. Der Zuschuss der Gemeinde reicht beispielsweise in Sperenberg vorne und hinten nicht, sodass Bürgerinnen und Bürger selbst Spenden sammeln mussten, damit die Veranstaltung überhaupt möglich war. Das ist beschämend für eine Gemeinde unserer Größe und zeigt deutlich, wie weit wir uns bereits heruntergewirtschaftet haben.

Auch die Vereine bekommen die finanziellen Probleme der Gemeinde zu spüren. Steigende Pachten und zusätzliche Gebühren belasten gerade jene Organisationen, die unser gesellschaftliches Leben tragen. Statt Vereine zu stärken, zwingt man sie dazu, mehr zu zahlen, obwohl sie ehrenamtlich arbeiten und einen unschätzbaren Beitrag für Sport, Kultur, Jugend und Gemeinschaft leisten.

Die Gemeinde macht es sich hier zu leicht – und die Falschen müssen die Zeche zahlen. Gleichzeitig steigen die Ausgaben der Gemeinde Jahr für Jahr. Ohne klare und verantwortungsvolle Planung wird das in Zukunft unweigerlich zu Steuererhöhungen führen. Die Menschen in Am Mellensee werden dann die Last schlechter Entscheidungen tragen müssen, obwohl sie sie nicht verursacht haben.

Ein besonders drastisches Beispiel für Fehlkalkulationen ist der Feuerwachenbau in Mellensee. Ursprünglich wurden 3,4 Millionen Euro eingeplant. Doch jetzt müssen zusätzlich 2.383.500 Euro als Nachtrag bereitgestellt werden – und es ist absehbar, dass diese Summe weiter steigen wird. Dabei handelt es sich um eine Pflichtausgabe, für die die Gemeinde nur unzureichend gefördert wird, sodass die Kosten größtenteils selbst getragen werden müssen.

Trotzdem plant die Gemeinde bereits den nächsten Wachenbau samt Bauhof in Rehagen, und kaum ist dieser Gedanke ausgesprochen, steht schon das Projekt in Klausdorf auf der Liste. So entsteht eine Kette von Bauvorhaben, die finanziell völlig unrealistisch ist. Die Gemeinde kann diese Projekte nicht aus eigener Kraft stemmen, und genau deshalb fällt immer häufiger das Wort »Mitkauf« – also die Suche nach Partnern, die mitfinanzieren, weil wir es alleine nicht mehr schaffen.

Zusätzlich zeigt die Entscheidung, Fördermittel für den Wasserweg-Rastplatz zurückzugeben, dass die Gemeinde Chancen auf externe Unterstützung ungenutzt lässt – selbst wenn Mittel vorhanden wären, die Projekte oder Infrastruktur entlasten könnten.

Das zeigt klar: Die Gemeinde muss lernen, besser zu kalkulieren. Über Jahre hinweg wurde zu optimistisch geplant, zu spät korrigiert und zu wenig kontrolliert. Projekte starteten, bevor die Kosten wirklich durchgerechnet waren. Nachträge häuften sich, weil Planungsfehler nicht rechtzeitig erkannt wurden. So rutschen wir von einem Defizit ins nächste.

Was es jetzt braucht, ist Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Gemeinde muss künftig sorgfältiger planen, transparenter arbeiten und endlich Prioritäten setzen, die realistisch sind. Es darf nicht länger passieren, dass soziale Angebote gekürzt werden, Vereine belastet werden und Bauprojekte aus dem Ruder laufen, während niemand bereit ist, die Verantwortung für diese Fehlentwicklungen zu übernehmen.

Am Mellensee braucht eine Politik, die professionell handelt, die Zukunft im Blick hat und die Menschen der Gemeinde nicht mit den Folgen schlechter Entscheidungen alleinlässt.


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