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Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg, Mitglied des Deutschen Bundestages

Digitalisierung und Klima müssen wir zusammendenken!

Bevor ich zum Bahnhof aufbreche, werfe ich noch einen Blick auf die Bahn-App, denn manchmal zeigt sie mir an, dass mein Zug verspätet ist. Dann setze ich mich wieder hin, trinke noch eine Tasse Tee und stehe mir nicht am Bahnhof die Beine in den Bauch.

Solche Informationen sind heute in Echtzeit verfügbar, wir alle schätzen sie. Wie viel Energie- und Rohstoffverbrauch die unsichtbaren Rechenzentren, auf denen all diese Daten verarbeitet werden, und unsere kleinen Hosentaschen-Computer verursachen, ahnt man beim Wischen über den Bildschirm nicht.

Fakt ist: die Digitalisierung trägt erheblich zur Klimakrise bei. Ihr Beitrag ist schon so hoch wie der zivile Luftverkehr.

Viel CO2 verursacht allein die Herstellung der Geräte. Mit längeren Nutzungsdauern lässt sich sehr viel CO2 einsparen. Deshalb ist das Recht auf Reparatur wichtig. Verschleißprodukte wie ein Akku dürfen nicht fest verbaut sein, sondern müssen leicht auswechselbar sein, Reparaturanleitungen und Ersatzteilspezifikationen sollten frei zugänglich sein, damit auch unabhängige Fachleute oder Nutzer*innen selbst Geräte reparieren können.

Wenn Hürden für Reparaturen gesenkt werden, erledigen sich viele Neukäufe, das ist nicht nur gut für das Klima, sondern auch für den Geldbeutel. Die Linksfraktion fordert außerdem eine Mindestupdatepflicht für Software, damit IT-Geräte länger genutzt werden können, ohne zum Sicherheitsrisiko zu werden.

Auch wie wir IT-Geräte nutzen, beeinflusst unseren CO2-Fußabdruck. Wenn wir ein Video über eine Glasfaser laden, ist das viel energieeffizienter als mit WLAN, mit WLAN ist es aber effizienter als über das Handynetz, mit 5G verbrauchen wir weniger als mit 4G. Wer viel streamt, sollte das berücksichtigen.

Energieeinsparungen durch neue Technologien wie 5G oder Glasfaser dürfen jedoch nicht durch mehr Konsum aufgebraucht werden. Elektronische Geräte müssen wir klimabewusster nutzen, denn Ressourcen sind endlich und unser Planet verletzlich. Deshalb ist die Nachhaltigkeit der Digitalisierung einer meiner politischen Schwerpunkte.

Ich setze mich auch dafür ein, dass die öffentliche Hand ihrer Verantwortung für den eigenen CO2-Fußabdruck gerecht wird. Das fängt mit Vorgaben für einen nachhaltigen Einkauf an. Rechenzentren des Bundes sollten ihren Stromverbrauch aus erneuerbaren Energien decken und die Abwärme für die Heizung von Gebäuden nachnutzen.

Um genauer zu erfahren, was die Bundesregierung für eine klimaverträgliche Digitalisierung unternimmt, habe ich eine Kleine Anfrage gestellt. Über die Antworten kann ich in ein paar Wochen berichten.


Parteimitglied werden kann man hier.

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Digitalisierung und Klima müssen wir zusammendenken!

Bevor ich zum Bahnhof aufbreche, werfe ich noch einen Blick auf die Bahn-App, denn manchmal zeigt sie mir an, dass mein Zug verspätet ist. Dann setze ich mich wieder hin, trinke noch eine Tasse Tee und stehe mir nicht am Bahnhof die Beine in den Bauch.

Solche Informationen sind heute in Echtzeit verfügbar, wir alle schätzen sie. Wie viel Energie- und Rohstoffverbrauch die unsichtbaren Rechenzentren, auf denen all diese Daten verarbeitet werden, und unsere kleinen Hosentaschen-Computer verursachen, ahnt man beim Wischen über den Bildschirm nicht.

Fakt ist: die Digitalisierung trägt erheblich zur Klimakrise bei. Ihr Beitrag ist schon so hoch wie der zivile Luftverkehr.

Viel CO2 verursacht allein die Herstellung der Geräte. Mit längeren Nutzungsdauern lässt sich sehr viel CO2 einsparen. Deshalb ist das Recht auf Reparatur wichtig. Verschleißprodukte wie ein Akku dürfen nicht fest verbaut sein, sondern müssen leicht auswechselbar sein, Reparaturanleitungen und Ersatzteilspezifikationen sollten frei zugänglich sein, damit auch unabhängige Fachleute oder Nutzer*innen selbst Geräte reparieren können.

Wenn Hürden für Reparaturen gesenkt werden, erledigen sich viele Neukäufe, das ist nicht nur gut für das Klima, sondern auch für den Geldbeutel. Die Linksfraktion fordert außerdem eine Mindestupdatepflicht für Software, damit IT-Geräte länger genutzt werden können, ohne zum Sicherheitsrisiko zu werden.

Auch wie wir IT-Geräte nutzen, beeinflusst unseren CO2-Fußabdruck. Wenn wir ein Video über eine Glasfaser laden, ist das viel energieeffizienter als mit WLAN, mit WLAN ist es aber effizienter als über das Handynetz, mit 5G verbrauchen wir weniger als mit 4G. Wer viel streamt, sollte das berücksichtigen.

Energieeinsparungen durch neue Technologien wie 5G oder Glasfaser dürfen jedoch nicht durch mehr Konsum aufgebraucht werden. Elektronische Geräte müssen wir klimabewusster nutzen, denn Ressourcen sind endlich und unser Planet verletzlich. Deshalb ist die Nachhaltigkeit der Digitalisierung einer meiner politischen Schwerpunkte.

Ich setze mich auch dafür ein, dass die öffentliche Hand ihrer Verantwortung für den eigenen CO2-Fußabdruck gerecht wird. Das fängt mit Vorgaben für einen nachhaltigen Einkauf an. Rechenzentren des Bundes sollten ihren Stromverbrauch aus erneuerbaren Energien decken und die Abwärme für die Heizung von Gebäuden nachnutzen.

Um genauer zu erfahren, was die Bundesregierung für eine klimaverträgliche Digitalisierung unternimmt, habe ich eine Kleine Anfrage gestellt. Über die Antworten kann ich in ein paar Wochen berichten.

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