"Das Leben ist für viele unbezahlbar geworden"
Seit knapp einem Jahr sitzt Isabelle Vandré für Die Linke im Bundestag. Mit unserem Kreisgeschäftsführer Robert Kosin sprach sie über steigende Mieten und Lebenshaltungskosten – und darüber, was dem Rechtsruck entgegengesetzt werden kann.
Die Linke will sich in diesem Jahr verstärkt für die Bezahlbarkeit des Lebens einsetzen. Warum?
Wir hören von immer mehr Menschen, dass sie sich Miete und Lebensmittel kaum noch leisten können. In Potsdam bieten wir zum Beispiel regelmäßig Sozial- und Rechtsberatungen an. In den letzten Monaten häufen sich dort Fälle, in denen Menschen mit horrenden Nebenkostennachforderungen konfrontiert sind – teilweise mehrere Tausend Euro.
Gleichzeitig steigen die monatlichen Betriebskostenvorauszahlungen oft um mehr als 200 Euro. Das können viele Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen schlicht nicht stemmen.
Und was kann man dagegen tun?
Zunächst prüfen wir die Heizkostenabrechnungen. Gerade bauen wir ein Team von Ehrenamtlichen auf, das diese Checks künftig in größerem Umfang übernehmen soll. Häufig sind Betriebskosten- abrechnungen fehlerhaft, sodass wir für Mieter*innen einen Teil des Geldes zurückholen können.
Es gibt aber auch Fälle, in denen nichts zu machen ist. Dann wird schnell deutlich: Für diese Men- schen ist das Leben unbezahlbar geworden. Deshalb ist mir wichtig zu betonen, dass konkrete Hilfe – etwa durch den Heizkostencheck – nur eine Seite der Medaille ist. Die andere ist der Einsatz für politische Veränderungen.
Was meinst du damit konkret?
Beides gehört untrennbar zusammen. Wir müssen den Menschen im Hier und Jetzt helfen, damit sie zum Beispiel in ihrer Wohnung bleiben können. Gleichzeitig müssen wir sie ermutigen, gemeinsam mit uns dafür zu kämpfen, dass das Leben wieder bezahlbar wird. Denn klar ist doch: Mieten oder Lebensmittelpreise steigen nicht einfach von selbst, sie werden aktiv erhöht. Entsprechend müssen wir die politischen Rahmenbedingungen so verändern, dass diese Preise wieder sinken.
Dafür braucht es allerdings deutlich mehr Druck von unten.
Gleichzeitig machen sich immer mehr Menschen Sorgen wegen des Rechtsrucks.
Wenn wir dem Rechtsruck etwas entgegensetzen wollen, müssen wir bei der Lebensrealität der Menschen ansetzen. Und da ist die Bezahlbarkeit des Lebens eines der drängendsten Probleme.
Deshalb müssen wir uns auch vehement gegen den drohenden Sozialkahlschlag stellen. Wer – wie in Potsdam – den Deckel für das Schulmittagessen abschaffen will und damit das Leben für viele Familien deutlich verteuert, spart vielleicht kurzfristig Geld. Am Ende stärkt man damit jedoch vor allem die AfD.
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