4 Jahre Krieg: Nächstenliebe ist stärker als Hass
Vier Jahre Krieg, vier Jahre Terror, vier Jahre Tod und Verderben.
Es wird Zeit eine Bilanz zu ziehen, es wird Zeit das Thema wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken. Denn nach wie vor sterben Menschen in der gesamten Ukraine. Und das täglich. Durch Raketen, Panzer oder Soldaten.
Das einzige was sich verändert hat ist die Stimmung dazu in unserem Land. Die anfängliche Welle der Solidarität in der Bevölkerung und durch den deutschen Staat ist abgeflacht. Mittlerweile reichen Nachrichten aus der Ukraine nur noch für ein Augenrollen. Aber warum ist das so?
Als eine Person, die seit dem frühen Morgen des 1. März 2022 geflüchtete Menschen aus der Ukraine unterstützt hat, sowohl in der Erstaufnahme als auch in den Grenzregionen und bei uns in Teltow-Fläming, war es besorgniserregend zu sehen, wie die anfängliche Solidarität Stück für Stück abgenommen hat. Letztendlich ist die Stimmung gekippt. Der Grund? Ähnlich wie schon in der Pandemie wurde das Thema politisch von reaktionären Partien instrumentalisiert, mit falschen Fakten künstlich aufgeladen und als Ausrede für die Missstände in Deutschland genutzt.
Wieder einmal haben rechte Kräfte es geschafft, eine Gruppe, welche vor lauter Leid und Elend ihr Zuhause verlassen musste, als Sündenböcke für die Probleme eines der reichsten Länder der Erde verantwortlich zu machen.
Doch es gibt Hoffnung: Noch immer gibt es Helfer*innen, welche sich für Menschen aus der Ukraine und in der Ukraine einsetzten. Neben den offensichtlichen Angeboten wie dem Berlin Arrival Support (BAS) in Berlin gibt es auch in der Region noch Menschen, welche sich für die Ukraine stark machen.
Einer von ihnen ist Matthias Maiwald, welchen ich im Rahmen eines Bürgerdialogs im Bahnhof in Klasdorf kennenlernen durfte. Der gebürtige Glashütter sprach das erste Mal so ausführlich über seine Erfahrungen in und mit der Ukraine. Im Rahmen der Veranstaltung sprach er über seine humanitären Einsätze, welche ihn vom Westen der Ukraine in Lwiw bis an die Front nach Charkiw gebracht haben. Als Motivation nannte er neben seinem Glauben an Gott sein Verlangen, den Menschen zu helfen, die Vergessen wurden.
Ich möchte Herrn Maiwald noch einmal meine Anerkennung aussprechen und mich für die Einladung zu der Veranstaltung bedanken. Weiterhin wünsche ich ihm und seinen Unterstützer*innen alles Gute für die Zukunft, auf das sie weiterhin den Menschen helfen können, welche von uns vergessen oder nicht gerettet werden konnten.
Es ist nie zu spät sich zu engagieren, denn wenn jeder nur einem anderen Hilft, dann ist irgendwann jedem geholfen!
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