Mehr Verkehrssicherheit nötig!
Zur heute vorgestellten Verkehrsunfallstatistik 2016 für Brandenburg erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Anita Tack:
Die heute vorgelegte Unfallstatistik zeigt nach wie vor sehr beunruhigende Ergebnisse. Darüber kann auch der positive Trend nicht hinwegtäuschen, dass die Zahl der Toten im Straßenverkehr im Jahr 2016 im Vergleich zu 2015 um 32 Prozent gesunken ist. Dennoch starben auf Brandenburgs Straßen 121 Menschen. Unser im Verkehrssicherheitskonzept des Landes verankertes Ziel der „Null-Tote-Vision“, also keine Toten im Straßenverkehr beklagen zu müssen, bleibt weiterhin die Messlatte. Es muss alles unternommen werden, um Leben und Gesundheit von Menschen zu schützen, angefangen von der Unfallforschung, über wirkungsvolle Prävention bei Kindern, Jugendlichen und Senioren bis hin zur verstärkten Verkehrskontrollen und weitergehende gesetzliche Regelungen.
„Ich führe diesen positiven Trend auch auf die konsequente Umsetzung des Verkehrssicherheitskonzeptes des Landes im Zusammenspiel vieler Akteure zurück, insbesondere der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Verkehrssicherheitsarbeit. Dennoch müssen wir uns verstärkt der Tatsache stellen, dass das Unfallgeschehen insgesamt wie auch die Zahl der Verletzten gestiegen ist. Hier müssen weitere Schlussfolgerungen gezogen und die Verkehrssicherheitsmaßnahmen in der ganzen Komplexität konsequent fortgeführt werden“, so Anita Tack.
Besorgniserregend ist der Anstieg von Unfällen unter Alkohol und Drogeneinfluss. „Deshalb bekräftige ich die seit Jahren von den LINKEN erhobene Forderung für Null-Promille im Straßenverkehr und keine Drogen am Steuer. Diese gesetzliche Regelung ist überfällig“, so Tack.
DIE LINKE setzt sich für eine zukunftsfähige Mobilitätspolitik ein, für mehr Güterverkehr auf die Schiene, runter von der Straße und dafür, den Umweltverbund von ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr so zu stärken, dass Menschen ihren PKW gerne stehen lassen und problemlos auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen können,“ mahnt Anita Tack angesichts der „Autoprivileg-Politik“ der Bundesregierung.
