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Frauenarbeit weniger wert

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2008 erklärt die Kreisvorsitzende und hiesige Landtagsabgeordnete, Kornelia Wehlan:

Die neuesten Zahlen der EU-Kommission für das Jahr 2006 zeigen es: In Deutschland verdienen Frauen immer noch 22 Prozent weniger als Männer. Dabei gilt spätestens seit der Gründung der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vor 50 Jahren der Grundsatz des gleichen Entgelts für gleiche Arbeit. In vielen Berufen liegen die durchschnittlichen Bruttomonatseinkommen der Frauen dennoch weit unter denen der Männer. Arbeitet eine Frau als Grafikdesignerin erhält sie im Schnitt nur etwas mehr als zwei Drittel des Männerverdienstes. Die Gebäudereinigerin und die Verkäuferin bekommen ungefähr drei Viertel. Ein Grund ist, dass Männer ihre berufliche Laufbahn für die Familie nur selten unterbrechen. Ein weiterer, dass körperliche Belastungen den männerdominierten Arbeiterjobs zuerkannt werden. Bei Angestelltentätigkeiten wie der Frauenhochburg Altenpflege wird die körperliche Belastung oft übersehen. Zu wenig wird auch die Verantwortung für Menschen oder das Gelingen sozialer Prozesse bewertet und entlohnt, was wiederum besonders Frauenarbeitsplätze trifft.

Genügend Gründe also, um am Internationalen Frauentag an die Durchsetzung gleicher Rechte und Chancen für Frauen zu erinnern: Arbeit von der man leben kann und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, stärkere Berücksichtigung von Kindererziehung und Pflege für die Rente, gesetzlicher Mindestlohn – eben, Geschlechtergerechtigkeit, überall.

Quelle: EU-Kommission: Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2008