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Die Aidsprävention darf nicht vernachlässigt werden!

Anlässlich des 25. Geburtstages der AIDS-Hilfe Potsdam e.V. erklärt die Landtagsabgeordnete Anita Tack (LINKE):

Die AIDS-Hilfe Potsdam feiert ihren 25. Geburtstag, und ich gratuliere ganz herzlich, verbunden mit dem Dank für die bisher geleistete wichtige Arbeit und der Gewissheit, dass diese Arbeit auch in der Zukunft fortgeführt wird. Insbesondere bedanke ich mich bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Es gibt leider nach wie vor keinen Grund zur Entwarnung, wie die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen. Immer noch gibt es alljährlich Neuinfektionen. Menschen mit HIV können heute durch immer bessere Behandlungsmöglichkeiten eine deutlich stabilere Gesundheit haben. Eine HIV-Infektion führt nicht mehr automatisch zur Arbeitsunfähigkeit. Das ermöglicht den Betroffenen eine aktive Teilnahme am Berufs- und gesellschaftlichen Leben.

Hier ist noch viel Aufklärung notwendig. Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber befürchten, dass Menschen mit einer HIV-Infektion nicht voll einsetzbar seien. Auch Angst vor Ansteckungsgefahr ist noch weit verbreitet – obwohl Ansteckung beim alltäglichen Umgang nicht möglich ist. Es darf nicht länger so sein, dass das Bekanntwerden einer HIV-Infektion nachteilige Auswirkungen auf das berufliche Fortkommen der betroffenen Menschen hat. Hier muss die Mauer des Schweigens durchbrochen werden. Dazu leistet die AIDS-Hilfe Potsdam einen wichtigen Beitrag, der von der Landesregierung gewürdigt und finanziell unterstützt wird. Auch ich werde diese Arbeit weiterhin unterstützen, unter anderem bei den alljährlichen Spendensammlungen anlässlich des Welt-AIDS-Tages.