Brandenburg schafft gute Bedingungen für Wohnungsneubau
Der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg beklagt den Investitionsstau beim Wohnungsbau und bei Investitionen. Anita Tack , bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Landtag Brandenburg, widerspricht:
Aus Sicht der Bauwirtschaft ist der Grund für den Investitionsstau beim Wohnungsneubau die Grunderwerbssteuer sowie die gedeckelten Mieten. „ Das ist nicht richtig, denn Brandenburg führt die Mietpreisbremse erst im kommenden Jahr ein und trotz maßvoller Erhöhung der Grunderwerbssteuer steigt die Zahl der verkauften Grundstücke von Jahr zu Jahr,“ entgegnet Anita Tack auf die Kritik des Bauverbandes. Das Gegenteil ist der Fall, da Brandenburg in diesem Jahr die Förderbedingungen für Wohnungsneubau deutlich verbessert hat. Darüber hinaus können Förderungen, die bisher für den Abriss im Stadtumbauprogramm vorgesehen waren, zur Sanierung von Wohnraum genutzt werden, die auch zur Unterbringung von Flüchtlingen dienen.
Bereits mehr als 1.600 Wohneinheiten sind dafür landesweit vorgesehen. Der Zuwachs an preiswertem Wohnraum und das Prinzip Sanierung vor Abriss kommen der Bauwirtschaft zu Gute. In den Kommunen Potsdam, Wildau und anderen mit Bevölkerungszuwachs wird so viel wie noch nie gebaut - da sollte es keinen Anlass für Kritik der Bauwirtschaft geben. Die öffentliche Hand schafft ein positives Klima auch für private Investitionen. Dazu tragen zusätzlich die 100 Millionen Euro für den Landesstraßenbau bei.
