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Tom Siedenberg, Mitglied des Kreisvorstandes

Gedenken an die Opfer des rechten Terrors

Heute gedenken wir der Opfer des rassistischen Anschlags vom 19.02.2020 in Hanau. 

Die Opfer dieser abscheulichen Tat dürfen niemals vergessen werden. Auch in der heutigen Zeit haben wir ein gesellschaftliches Problem namens Rassismus. Die Tat war das Ergebnis jahrelanger Hetze gegen Minderheiten. Am 19.02.2020 wurde uns einmal mehr bewusst, welche Probleme wir in deutschen Behörden haben. Eines der Opfer wollte Schlimmeres verhindern. Es war Vili Viorel Păun. Er überlebte die Schüsse in einer Hanauer Shishabar. Er folgte dem Täter und versuchte dabei mehrmals die Polizei zu erreichen. Seine Versuche blieben leider erfolglos. Wären die Telefone besetzt gewesen, hätten weitere Morde verhindert werden können. Der Täter war außerdem polizeibekannt. Schon Jahre vorher wurde er der Polizei durch wirre Anzeigen bekannt. Natürlich ist das noch kein Grund für eine Verhaftung. Als der Täter aber ein Manifest veröffentlichte, in dem er Rassismus, Hass auf Israel, Verachtung für den Islam und Wut auf die einheimischen Befürworter von Migration äußerte, hätten die Sicherheitsbehörden direkt einschreiten müssen. All dies ist nicht mit dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zu rechtfertigen, denn Rassismus ist keine Meinung! Solche Taten werden sich immer wieder ereignen. 

Schaut man sich die Kommentare in den Sozialen Medien an, müssten die Behörden wesentlich schneller eingreifen. Doch auch Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram tragen an solchen Taten eine Mitschuld. Rassist*innen wird dort eine Plattform fast ohne Zensur geboten und dies ist fatal, denn aus Worten entstehen Taten. 

Diese Tat war auch kein Einzelfall. Erinnern wir uns an den Tod von Oury Jalloh, der in einer Gefängniszelle verbrannte. Bis heute ist diese Tat nicht zu 100% aufgeklärt. 
Erinnern wir uns auch an den Anschlag auf eine Synagoge in Halle oder den Mord an Walter Lübcke. Auch die Morde durch den NSU darf man dabei nicht vergessen. Würden wir alle Taten aufzählen, könnten wir nahezu ein Buch darüber schreiben. 

Es ist ein gesellschaftliches Problem und gegen dieses Problem müssen wir weiterhin kämpfen. Rassismus ist keine Alternative. Rassismus tötet. 

Für die Hanauer Opfer Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin gab es heute in Luckenwalde ein kleines Gedenken. Am Bahnhof haben Mitstreiter*innen des Jugendforums Teltow-Fläming die freien Grafittiwände dekoriert und Kerzen aufgestellt.


Parteimitglied werden kann man hier.

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Tom Siedenberg, Mitglied des Kreisvorstandes

Gedenken an die Opfer des rechten Terrors

Heute gedenken wir der Opfer des rassistischen Anschlags vom 19.02.2020 in Hanau. 

Die Opfer dieser abscheulichen Tat dürfen niemals vergessen werden. Auch in der heutigen Zeit haben wir ein gesellschaftliches Problem namens Rassismus. Die Tat war das Ergebnis jahrelanger Hetze gegen Minderheiten. Am 19.02.2020 wurde uns einmal mehr bewusst, welche Probleme wir in deutschen Behörden haben. Eines der Opfer wollte Schlimmeres verhindern. Es war Vili Viorel Păun. Er überlebte die Schüsse in einer Hanauer Shishabar. Er folgte dem Täter und versuchte dabei mehrmals die Polizei zu erreichen. Seine Versuche blieben leider erfolglos. Wären die Telefone besetzt gewesen, hätten weitere Morde verhindert werden können. Der Täter war außerdem polizeibekannt. Schon Jahre vorher wurde er der Polizei durch wirre Anzeigen bekannt. Natürlich ist das noch kein Grund für eine Verhaftung. Als der Täter aber ein Manifest veröffentlichte, in dem er Rassismus, Hass auf Israel, Verachtung für den Islam und Wut auf die einheimischen Befürworter von Migration äußerte, hätten die Sicherheitsbehörden direkt einschreiten müssen. All dies ist nicht mit dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zu rechtfertigen, denn Rassismus ist keine Meinung! Solche Taten werden sich immer wieder ereignen. 

Schaut man sich die Kommentare in den Sozialen Medien an, müssten die Behörden wesentlich schneller eingreifen. Doch auch Soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram tragen an solchen Taten eine Mitschuld. Rassist*innen wird dort eine Plattform fast ohne Zensur geboten und dies ist fatal, denn aus Worten entstehen Taten. 

Diese Tat war auch kein Einzelfall. Erinnern wir uns an den Tod von Oury Jalloh, der in einer Gefängniszelle verbrannte. Bis heute ist diese Tat nicht zu 100% aufgeklärt. 
Erinnern wir uns auch an den Anschlag auf eine Synagoge in Halle oder den Mord an Walter Lübcke. Auch die Morde durch den NSU darf man dabei nicht vergessen. Würden wir alle Taten aufzählen, könnten wir nahezu ein Buch darüber schreiben. 

Es ist ein gesellschaftliches Problem und gegen dieses Problem müssen wir weiterhin kämpfen. Rassismus ist keine Alternative. Rassismus tötet. 

Für die Hanauer Opfer Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin gab es heute in Luckenwalde ein kleines Gedenken. Am Bahnhof haben Mitstreiter*innen des Jugendforums Teltow-Fläming die freien Grafittiwände dekoriert und Kerzen aufgestellt.

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