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Carsten Preuß
Stolpersteine - Zeichen der Erinnerung und gegen das Vergessen

Max Reimann, Mitglied des Kreisvorstandes

Gedanken zum Holocaust-Gedenktag

Im Rahmen meiner Entwicklung als aufgeschlossener, emphatischer Mensch und Gewerkschafter, insbesondere durch den Kontakt zu meinem Gewerkschaftskollegen und sehr guten Freund Eberhard Podzuweit, der zum Thema Gewerkschafter und Eisenbahner im Widerstand gegen den Nationalsozialismus forscht, erfahre ich immer wieder von Biografien einzelner Personen und Familien mit erschreckenden Details.

Es betrübt mich immer wieder, wie schnell die Entwicklung damals vorangeschritten ist und wie wenig breit aufgestellten Widerstand es gab - auch wenn nun doch immer wieder neue positive Einzelfälle ans Licht kommen.

Es dauerte keine zwei Monate bis nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler das erste KZ (Dachau) in Betrieb genommen wurde. Kurz danach kam es zum staatlich gelenkten Boykottaufruf gegen jüdische Geschäfte, Ärzte, Anwälte, Banken, usw. Es folgten, neben vielen weiteren Ereignissen, die Bücherverbrennung, der Erlass der Rassegesetze, die Unterstützung des spanischen Diktators Franco, der „Anschluss“ Österreichs und des tschechoslowakischen Sudetenlandes, die Reichspogromnacht, der Einmarsch in die Tschechoslowakei, der Pakt mit Stalin und schließlich der Beginn des zweiten Weltkrieges.

Das alles in gerade einmal sechseinhalb Jahren. Und weitere sechs Jahre dauerte der Krieg.

Ich kann nicht verstehen, und es macht mich sprachlos und zornig, dass es heute immer noch Menschen gibt, die die Ereignisse von damals verharmlosen, den Nationalsozialismus verherrlichen und genau das gleiche Gedankengut weiterverbreiten.

In Anbetracht vieler Ergebnisse zu den unterschiedlichsten Wahlen scheint es viele Menschen nicht zu stören, dass sie Menschen unterstützen, die sich diese oder ähnliche Zustände zurückwünschen. Aus meiner gewerkschaftlichen Arbeit weiß ich, dass Aufklärung und Bildung viel erreichen können, aber nur bei den Menschen, die aufgeschlossen dafür sind. Sorgen machen mir die, die sich in ihrer kleinen Alltagswelt abschotten und von allem anderen nichts mehr wissen wollen.

Wiederkehrende Gespräche mit einzelnen Personen können hier helfen. Doch müssen es oft Menschen aus dem persönlichen Umfeld sein, damit diese Personen ihnen Gehör schenken und eher bereit sind, ihre eigenen Denkweisen und ihre Verhaltensmuster zu reflektieren und zu überdenken. Leider haben durch ihre Abschottung nicht mehr alle Menschen auch „Andersdenkende“ in ihrem täglichen Ablauf.

Es gilt, und mit diesem Appell möchte ich meine Worte schließen, dass wir uns alle in unserem familiären, beruflichen, ehrenamtlichen oder anderweitig persönlichen Umfeld sowie auch in der Öffentlichkeit nicht davor scheuen, das Wort zu ergreifen und ggf. auch Widerrede zu halten, wenn wir bemerken, dass ein Mensch mit Worten oder Taten andere Menschen ausgrenzt, für weniger Wert erachtet und antisemitisch oder rassistisch beleidigt.


Parteimitglied werden kann man hier.

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Stolpersteine - Zeichen der Erinnerung und gegen das Vergessen

Max Reimann, Mitglied des Kreisvorstandes

Gedanken zum Holocaust-Gedenktag

Im Rahmen meiner Entwicklung als aufgeschlossener, emphatischer Mensch und Gewerkschafter, insbesondere durch den Kontakt zu meinem Gewerkschaftskollegen und sehr guten Freund Eberhard Podzuweit, der zum Thema Gewerkschafter und Eisenbahner im Widerstand gegen den Nationalsozialismus forscht, erfahre ich immer wieder von Biografien einzelner Personen und Familien mit erschreckenden Details.

Es betrübt mich immer wieder, wie schnell die Entwicklung damals vorangeschritten ist und wie wenig breit aufgestellten Widerstand es gab - auch wenn nun doch immer wieder neue positive Einzelfälle ans Licht kommen.

Es dauerte keine zwei Monate bis nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler das erste KZ (Dachau) in Betrieb genommen wurde. Kurz danach kam es zum staatlich gelenkten Boykottaufruf gegen jüdische Geschäfte, Ärzte, Anwälte, Banken, usw. Es folgten, neben vielen weiteren Ereignissen, die Bücherverbrennung, der Erlass der Rassegesetze, die Unterstützung des spanischen Diktators Franco, der „Anschluss“ Österreichs und des tschechoslowakischen Sudetenlandes, die Reichspogromnacht, der Einmarsch in die Tschechoslowakei, der Pakt mit Stalin und schließlich der Beginn des zweiten Weltkrieges.

Das alles in gerade einmal sechseinhalb Jahren. Und weitere sechs Jahre dauerte der Krieg.

Ich kann nicht verstehen, und es macht mich sprachlos und zornig, dass es heute immer noch Menschen gibt, die die Ereignisse von damals verharmlosen, den Nationalsozialismus verherrlichen und genau das gleiche Gedankengut weiterverbreiten.

In Anbetracht vieler Ergebnisse zu den unterschiedlichsten Wahlen scheint es viele Menschen nicht zu stören, dass sie Menschen unterstützen, die sich diese oder ähnliche Zustände zurückwünschen. Aus meiner gewerkschaftlichen Arbeit weiß ich, dass Aufklärung und Bildung viel erreichen können, aber nur bei den Menschen, die aufgeschlossen dafür sind. Sorgen machen mir die, die sich in ihrer kleinen Alltagswelt abschotten und von allem anderen nichts mehr wissen wollen.

Wiederkehrende Gespräche mit einzelnen Personen können hier helfen. Doch müssen es oft Menschen aus dem persönlichen Umfeld sein, damit diese Personen ihnen Gehör schenken und eher bereit sind, ihre eigenen Denkweisen und ihre Verhaltensmuster zu reflektieren und zu überdenken. Leider haben durch ihre Abschottung nicht mehr alle Menschen auch „Andersdenkende“ in ihrem täglichen Ablauf.

Es gilt, und mit diesem Appell möchte ich meine Worte schließen, dass wir uns alle in unserem familiären, beruflichen, ehrenamtlichen oder anderweitig persönlichen Umfeld sowie auch in der Öffentlichkeit nicht davor scheuen, das Wort zu ergreifen und ggf. auch Widerrede zu halten, wenn wir bemerken, dass ein Mensch mit Worten oder Taten andere Menschen ausgrenzt, für weniger Wert erachtet und antisemitisch oder rassistisch beleidigt.

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