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Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg, Mitglied des Bundestages

Digitales Lernen in einer globalen Pandemie

Durch die Corona-Pandemie wird sehr deutlich, wie schlecht unsere Schulen auf digitales Lernen vorbereitet sind, denn seit der Schließung der Schulen sollen Kinder digital von zu Hause aus lernen. Dabei fehlt es sowohl an technischer Ausstattung als auch digitalen Lerninhalten. Leihgeräte für Kinder gibt es in den seltensten Fällen und eigene Konferenzsysteme nutzen leider auch nur die wenigsten Schulen. Dass in Brandenburg nun 115 Schulen einen Zugang zur Schul-Cloud vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) bekommen haben, ist natürlich ein Schritt in die richtige Richtung. Allein der Zugang wird aber nicht ausreichen, um digitalen Unterricht angemessen durchführen zu können.

Dazu braucht es außerdem Lehrkräfte, die kompetent sind in digitaler Pädagogik, die wissen, welche Lernangebote und digitalen Werk- zeuge es gibt. Außerdem fehlen Handreichungen, um Lehrkräften die Entscheidungen über technische Werkzeuge zu erleichtern. So wird leider WhatsApp genutzt, auch wenn es nicht die notwendigen Datenschutzstandards erfüllt.

Kinder brauchen auch Rahmenbedingungen, die gutes Lernen ermöglichen und da haben nicht alle Kinder gleiche Chancen. Viele Kinder müssen sich ein elektronisches Gerät mit der Familie teilen und manche Eltern haben keine E-Mail-Adresse, um mit Lehrkräften zu kommunizieren. Die wenigsten Eltern verfügen über die nötigen Fähigkeiten, um die Schule zu ersetzen. Wie gut Eltern hier unterstützen können, hängt sehr von ihrem sozialen Hintergrund ab. Und so führt die Corona-Krise dazu, dass die großen Bildungsunterschiede, die wir in Deutschland haben, sich weiter verschärfen werden. Deswegen müssen wir gemeinsam dagegen steuern.

Die Ausstattung der Schüler*innen aus weniger finanzstarken Familien muss sofort verbessert werden. Dazu gehört auch eine Unterstützung für die Kosten von Breitbandanschlüssen, denn digitaler Unterricht erfordert schnelles Internet. Die Schulträger müssen einheitliche Plattformen, auf denen z. B. gemeinsam digital gearbeitet werden kann (wie z. B. die Schul-Cloud), und datenschutzfreundliche Videokonferenzsysteme anbieten. Es müssen aber auch Nachhilfesysteme etabliert werden, um versäumten Unterricht nachzuholen. Viele Kinder werden so weit zurückgeworfen, dass sie den Anschluss verlieren.

Die Teilhabe von Kindern an Bildung hat auch in der Corona-Pandemie für uns oberste Priorität. Damit sich etwas ändert, haben wir z. B. auf Initiative meines brandenburgischen Kollegen, Norbert Müller, einen Kinder-Gipfel beantragt, denn Kinder sollten in der aktuellen Situation das Wichtigste sein.


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Digitales Lernen in einer globalen Pandemie

Durch die Corona-Pandemie wird sehr deutlich, wie schlecht unsere Schulen auf digitales Lernen vorbereitet sind, denn seit der Schließung der Schulen sollen Kinder digital von zu Hause aus lernen. Dabei fehlt es sowohl an technischer Ausstattung als auch digitalen Lerninhalten. Leihgeräte für Kinder gibt es in den seltensten Fällen und eigene Konferenzsysteme nutzen leider auch nur die wenigsten Schulen. Dass in Brandenburg nun 115 Schulen einen Zugang zur Schul-Cloud vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) bekommen haben, ist natürlich ein Schritt in die richtige Richtung. Allein der Zugang wird aber nicht ausreichen, um digitalen Unterricht angemessen durchführen zu können.

Dazu braucht es außerdem Lehrkräfte, die kompetent sind in digitaler Pädagogik, die wissen, welche Lernangebote und digitalen Werk- zeuge es gibt. Außerdem fehlen Handreichungen, um Lehrkräften die Entscheidungen über technische Werkzeuge zu erleichtern. So wird leider WhatsApp genutzt, auch wenn es nicht die notwendigen Datenschutzstandards erfüllt.

Kinder brauchen auch Rahmenbedingungen, die gutes Lernen ermöglichen und da haben nicht alle Kinder gleiche Chancen. Viele Kinder müssen sich ein elektronisches Gerät mit der Familie teilen und manche Eltern haben keine E-Mail-Adresse, um mit Lehrkräften zu kommunizieren. Die wenigsten Eltern verfügen über die nötigen Fähigkeiten, um die Schule zu ersetzen. Wie gut Eltern hier unterstützen können, hängt sehr von ihrem sozialen Hintergrund ab. Und so führt die Corona-Krise dazu, dass die großen Bildungsunterschiede, die wir in Deutschland haben, sich weiter verschärfen werden. Deswegen müssen wir gemeinsam dagegen steuern.

Die Ausstattung der Schüler*innen aus weniger finanzstarken Familien muss sofort verbessert werden. Dazu gehört auch eine Unterstützung für die Kosten von Breitbandanschlüssen, denn digitaler Unterricht erfordert schnelles Internet. Die Schulträger müssen einheitliche Plattformen, auf denen z. B. gemeinsam digital gearbeitet werden kann (wie z. B. die Schul-Cloud), und datenschutzfreundliche Videokonferenzsysteme anbieten. Es müssen aber auch Nachhilfesysteme etabliert werden, um versäumten Unterricht nachzuholen. Viele Kinder werden so weit zurückgeworfen, dass sie den Anschluss verlieren.

Die Teilhabe von Kindern an Bildung hat auch in der Corona-Pandemie für uns oberste Priorität. Damit sich etwas ändert, haben wir z. B. auf Initiative meines brandenburgischen Kollegen, Norbert Müller, einen Kinder-Gipfel beantragt, denn Kinder sollten in der aktuellen Situation das Wichtigste sein.

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