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Norbert Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages

Aufholpaket geht an den wirklichen Bedürfnissen vorbei

„Dem sogenannten Aufholpaket ist anzumerken, dass es ohne die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gestrickt worden ist. Die Schwerpunktsetzung auf Nachhilfe geht nur einen Lebensbereich an, in dem die Bundesregierung versagt hat. Und vor allem: Die bereitgestellten Mittel sind viel zu gering, um die erlebten Defizite auch nur ansatzweise zu kompensieren und die gewachsene soziale Spaltung zurückzudrängen“, erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag. Er fährt fort:

„Das Aufholpaket geht an den wirklichen Bedürfnissen junger Menschen vorbei. Der Fokus auf Nachhilfe nach 16 Monaten eingeschränktem bis gar keinem Schulunterricht ist in erster Linie eine Beruhigungspille für Erwachsene, während bei den Schüler*innen die Botschaft ankommt, sie müssten diese gesellschaftlichen und schulischen Versäumnisse nun schleunigst individuell aufarbeiten und das am besten noch in sogenannten Ferienschulen. Das löst häufig Angst und Überforderung aus, was in der Fachwelt bereits ‚Aufholangst‘ genannt wird. Und es widerspricht dem Bedürfnis nach wirklichem Urlaub außerhalb des Corona-Alltags.

Der Freizeitbonus von 100 Euro ist eine nette Angelegenheit, aber mehr auch nicht. Hier hat wohl eher die anstehende Bundestagswahl eine Rolle gespielt. Das Gleiche gilt für die einmalige Aufstockung des Kinder- und Jugendplans in Angesicht der chronischen Unterfinanzierung der Jugendverbandsarbeit. Die Unterstützung von Familienferien ist ein Schritt in die richtige Richtung, wird aber falschherum angegangen: Statt dass Familien mit Gutscheinen unterstützt werden, werden die Betreiber*innen unterstützt, und ihnen ist es freigestellt, wie sie ihre Angebote vergünstigen. Das schließt erfahrungsgemäß arme Familien erneut aus.

Das Aufholpaket muss daher umgehend nachgebessert werden unter Beteiligung der Zielgruppe. Es muss aufgestockt und die Chance genutzt werden, unterfinanzierte Bereiche dauerhaft besser auszustatten. Wir brauchen eine Kindergrundsicherung, um die soziale Spaltung zurückzudrehen.“


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Aufholpaket geht an den wirklichen Bedürfnissen vorbei

„Dem sogenannten Aufholpaket ist anzumerken, dass es ohne die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gestrickt worden ist. Die Schwerpunktsetzung auf Nachhilfe geht nur einen Lebensbereich an, in dem die Bundesregierung versagt hat. Und vor allem: Die bereitgestellten Mittel sind viel zu gering, um die erlebten Defizite auch nur ansatzweise zu kompensieren und die gewachsene soziale Spaltung zurückzudrängen“, erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag. Er fährt fort:

„Das Aufholpaket geht an den wirklichen Bedürfnissen junger Menschen vorbei. Der Fokus auf Nachhilfe nach 16 Monaten eingeschränktem bis gar keinem Schulunterricht ist in erster Linie eine Beruhigungspille für Erwachsene, während bei den Schüler*innen die Botschaft ankommt, sie müssten diese gesellschaftlichen und schulischen Versäumnisse nun schleunigst individuell aufarbeiten und das am besten noch in sogenannten Ferienschulen. Das löst häufig Angst und Überforderung aus, was in der Fachwelt bereits ‚Aufholangst‘ genannt wird. Und es widerspricht dem Bedürfnis nach wirklichem Urlaub außerhalb des Corona-Alltags.

Der Freizeitbonus von 100 Euro ist eine nette Angelegenheit, aber mehr auch nicht. Hier hat wohl eher die anstehende Bundestagswahl eine Rolle gespielt. Das Gleiche gilt für die einmalige Aufstockung des Kinder- und Jugendplans in Angesicht der chronischen Unterfinanzierung der Jugendverbandsarbeit. Die Unterstützung von Familienferien ist ein Schritt in die richtige Richtung, wird aber falschherum angegangen: Statt dass Familien mit Gutscheinen unterstützt werden, werden die Betreiber*innen unterstützt, und ihnen ist es freigestellt, wie sie ihre Angebote vergünstigen. Das schließt erfahrungsgemäß arme Familien erneut aus.

Das Aufholpaket muss daher umgehend nachgebessert werden unter Beteiligung der Zielgruppe. Es muss aufgestockt und die Chance genutzt werden, unterfinanzierte Bereiche dauerhaft besser auszustatten. Wir brauchen eine Kindergrundsicherung, um die soziale Spaltung zurückzudrehen.“

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