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Andreas Büttner, Mitglied des Landtages

"Aktion Kinderschuhe": Widerliche Relativierung des Holocausts

In mehreren Städten, so auch in Brandenburg, und hier beispielsweise in der Kreisstadt Luckenwalde, wurden in den vergangenen Tagen Kinderschuhe vor Rathäusern abgelegt, um so gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu protestieren und die Öffnung von Schulen und Kitas zu fordern.

Mit den abgelegten Kinderschuhen wird die gegenwärtige pandemiebedingte Schließung von Kitas und Schulen mit dem 100.000-fachen Mord an Kindern während des Holocausts widerlich gleichgesetzt.

Diese gewollte und bewusste Provokation verurteile ich auf das Schärfste. Hundertausende jüdische Kinder wurden in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ermordet. Oft wurden die gut erhaltenen Kinderschuhe von der SS für nicht-jüdische Kinder benutzt. Außerdem fand man nach der Befreiung der Konzentrationslager Berge von Kinderschuhen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Dass sich rechte Parteien, Teile der Querdenker-Bewegung und Holocaustleugner dieser Aktion anschließen, spricht Bände.

Ich rufe alle Eltern dazu auf, sich nicht an dieser Aktion zu beteiligen, die einen eindeutigen Bezug zu den Opfern des Nationalsozialismus herstellt und schließe mich der Kritik der jüdischen Gemeinden und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen, wie dem VVN-BdA, an.

Bei allem Verständnis für die schwierige Situation von Kindern und Eltern in der gegenwärtigen Situation: Diese Aktion ist in höchstem Maße unangemessen und relativiert den Holocaust.


Hintergrund

Die Querdenken-Unterorganisation "Eltern stehen auf" ruft seit Ende März dazu auf, zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen Kinderschuhe vor Schulen, Rathäusern und Behörden abzustellen.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschist*innen (VVN BdA) findet es unerträglich, wenn eine von Faschisten, Reichsbürgern und anderen menschenverachtenden Organisationen geleitete und durchsetzte Organisation dazu aufruft, das aus NS-Zeiten bekannte Bild leerer Kinderschuhe zu bedienen, um auf das Corona-Chaos hinzuweisen.

Unbestritten läuft in diesen Zeiten viel falsch und es ist verständlich und richtig, hier kritisch zu sein, sich hilflos und ausgeliefert zu fühlen. Protest ist legitim, nicht jedoch jede Form. Diese Kinderschuh-Aktion, die die hunderttausendfachen Morde an jüdischen Kindern symbolisch mit den Corona-bedingten Beschränkungen für unsere Kinder gleichsetzt, und somit ein weiteres Mal in unzulässiger Art und Weise die Verbrechen des deutschen Hitlerfaschismus relativiert, ist zu verurteilen. Diese Aktion ist eine Vorlage insbesondere für antisemitische Parteien und Holocaustleugnende, die diese Aktion mit Inbrunst unterstützen, wie in diversen Online-Medien zu lesen ist.

Wir rufen alle demokratisch denkenden Bürger*innen dazu auf, sich nicht an dieser Aktion zu beteiligen! Und wir rufen die kommunalen Verwaltungen und Schulämter auf, diese Aktionen entweder zu unterbinden oder die Schuhe sofort zu räumen. Wir schlagen des Weiteren vor, die eingesammelten Schuhe Hilfsorganisationen zuzuführen.


Parteimitglied werden kann man hier.

Aktuelle Termine


Andreas Büttner, Mitglied des Landtages

"Aktion Kinderschuhe": Widerliche Relativierung des Holocausts

In mehreren Städten, so auch in Brandenburg, und hier beispielsweise in der Kreisstadt Luckenwalde, wurden in den vergangenen Tagen Kinderschuhe vor Rathäusern abgelegt, um so gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu protestieren und die Öffnung von Schulen und Kitas zu fordern.

Mit den abgelegten Kinderschuhen wird die gegenwärtige pandemiebedingte Schließung von Kitas und Schulen mit dem 100.000-fachen Mord an Kindern während des Holocausts widerlich gleichgesetzt.

Diese gewollte und bewusste Provokation verurteile ich auf das Schärfste. Hundertausende jüdische Kinder wurden in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ermordet. Oft wurden die gut erhaltenen Kinderschuhe von der SS für nicht-jüdische Kinder benutzt. Außerdem fand man nach der Befreiung der Konzentrationslager Berge von Kinderschuhen in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Dass sich rechte Parteien, Teile der Querdenker-Bewegung und Holocaustleugner dieser Aktion anschließen, spricht Bände.

Ich rufe alle Eltern dazu auf, sich nicht an dieser Aktion zu beteiligen, die einen eindeutigen Bezug zu den Opfern des Nationalsozialismus herstellt und schließe mich der Kritik der jüdischen Gemeinden und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen, wie dem VVN-BdA, an.

Bei allem Verständnis für die schwierige Situation von Kindern und Eltern in der gegenwärtigen Situation: Diese Aktion ist in höchstem Maße unangemessen und relativiert den Holocaust.


Hintergrund

Die Querdenken-Unterorganisation "Eltern stehen auf" ruft seit Ende März dazu auf, zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen Kinderschuhe vor Schulen, Rathäusern und Behörden abzustellen.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschist*innen (VVN BdA) findet es unerträglich, wenn eine von Faschisten, Reichsbürgern und anderen menschenverachtenden Organisationen geleitete und durchsetzte Organisation dazu aufruft, das aus NS-Zeiten bekannte Bild leerer Kinderschuhe zu bedienen, um auf das Corona-Chaos hinzuweisen.

Unbestritten läuft in diesen Zeiten viel falsch und es ist verständlich und richtig, hier kritisch zu sein, sich hilflos und ausgeliefert zu fühlen. Protest ist legitim, nicht jedoch jede Form. Diese Kinderschuh-Aktion, die die hunderttausendfachen Morde an jüdischen Kindern symbolisch mit den Corona-bedingten Beschränkungen für unsere Kinder gleichsetzt, und somit ein weiteres Mal in unzulässiger Art und Weise die Verbrechen des deutschen Hitlerfaschismus relativiert, ist zu verurteilen. Diese Aktion ist eine Vorlage insbesondere für antisemitische Parteien und Holocaustleugnende, die diese Aktion mit Inbrunst unterstützen, wie in diversen Online-Medien zu lesen ist.

Wir rufen alle demokratisch denkenden Bürger*innen dazu auf, sich nicht an dieser Aktion zu beteiligen! Und wir rufen die kommunalen Verwaltungen und Schulämter auf, diese Aktionen entweder zu unterbinden oder die Schuhe sofort zu räumen. Wir schlagen des Weiteren vor, die eingesammelten Schuhe Hilfsorganisationen zuzuführen.

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