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Felix Thier

Felix Thier, Mitglied des Kreistages

Zur Wahl des neuen Jugendamtsleiters

Im Bezug auf die Berichterstattung in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zur im Kreistag am 23. Februar 2015 in nicht-öffentlicher Sitzung abgehaltenen Wahl des neuen Jugendamtsleiters hat sich Felix Thier als Mitglied des Kreistages mit den folgenden Zeilen klarstellend und mit der Bitte um Veröffentlichung an die MAZ gewandt:

"Der Artikel „Ennulat leitet Jugendamt“ ist einseitig recherchiert und aufgeschrieben. Denn, anders als bei früheren Personalentscheidungen, die nur vom Landrat getroffen wurden, erfolgte durch die Kreisverwaltung eine öffentliche Ausschreibung des Jugendamtsleiters. Für das Bewerbungsverfahren und die Bewerbungsgespräche wurde eine Kommission gebildet, die nach Bestenauslese eine einstimmige Entscheidung getroffen hat. Diese war Grundlage für den Vorschlag der Landrätin gegenüber dem Kreistag. Anders als früher wurde die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung im Jugendhilfeausschuss durchgeführt. In dieser ist die fachliche Qualifikation des Bewerbers angefragt und beantwortet worden. Wie im Kreistag fand auch hier die persönliche Vorstellung des Bewerbers statt. Die Sicherung des Fachkräftegebots wurde von verschiedenen Fraktionsvertretern hinterfragt, wie auch zur bevorzugten Einstellung von Frauen in Leitungsaufgaben und durch die Landrätin beantwortet.

Jugendamtsleitungen sollten über sozialpädagogisches Fachwissen verfügen. Sie müssen über juristische, betriebswirtschaftliche, verwaltungstechnische und gesellschaftspolitische Kenntnisse verfügen und diese aufgabenspezifisch anwenden können. Darüber hinaus sind spezielle Leitungsqualifikationen erforderlich, insbesondere in Personalführung, Organisation, Entscheidungsfindung, Delegation von Verantwortung, Gleichstellungspraxis, Offenheit und Lernfähigkeit für fachübergreifende Aspekte und andere Tätigkeitsfelder. Der Eindruck eines „eierlegenden Wollmilchschweins“ bewegte auch unsere Gemüter. Die sieben LINKEN von 40 anwesenden Kreistagsabgeordneten in der Sitzung am 23.02. haben ihre Entscheidung ernsthaft getroffen. Dass daraus von der MAZ eine parteipolitische Absprache mit der CDU konstruiert wird, hat vielleicht noch mit den alten Denkmustern von Mehrheitsbeschaffungen früherer Jahre im Kreistag zu tun. Ich hoffe, dass wir dahin nicht mehr zurückfallen.


Kontakt zur Fraktion:

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im Kreistag Teltow-Fläming

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