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Maritta Böttcher

Maritta Böttcher, Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des Kreistages

Sterben ist Teil des Lebens - Deutscher Hospiztag seit dem Jahr 2000 jährlich im Oktober

Hospize sind eine Einrichtung der Sterbebegleitung. Ein Hospiz verfügt meist über wenige Betten und ist ähnlich wie ein kleines Pflegeheim organisiert. Träger dieser Häuser der Sterbebegleitung sind zumeist gemeinnützige Vereine.

Hospize wollen das Sterben wieder in das Leben integrieren. Den Kranken und ihren Angehörigen soll ein Stück Normalität vermittelt werden, was im Krankenhaus oder zu Hause, z. B. durch Überforderung der pflegenden Angehörigen, oft nicht mehr gegeben ist.

Laut Umfragen möchten etwa 90 Prozent aller Menschen zu Hause sterben. Tatsächlich sterben nach Schätzungen jedoch etwa 50 Prozent der Menschen im Krankenhaus und weitere 20 Prozent im Pflegeheim.

Hospize wollen dabei eine menschenwürdige Alternative sein, wenn eine Krankenhausbehandlung nicht mehr gewollt wird oder aus medizinischer Sicht nicht erforderlich ist, ein Pflegeheim aber aufgrund unzureichender medizinischer und pflegerischer Versorgungsmöglichkeiten bei schwerer Erkrankung nicht in Frage kommt.

Am 10.9.2022 fand der Hospiztag in diesem Jahr in Jüterbog statt. Es war mir eine Ehre, das Grußwort als Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des Kreistages Teltow-Fläming und als Mitglied des Palliativ- und Hospizvereins im »Schloss« in Kloster Zinna (ehemalige Schule) zu halten: »Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für die Einladung zum Hospiztag 2022 hier im Schloss Kloster Zinna, der ich gern gefolgt bin. ›Im Mittelpunkt der Hospizarbeit stehen der sterbende Mensch und die ihm Nahestehenden. Sie benötigen gleichermaßen Aufmerksamkeit, Fürsorge und Wahrhaftigkeit. Die Hospizarbeit richtet sich nach den Bedürfnissen, Wünschen und Rechte der Sterbenden, ihrer Angehörigen und Freunde.‹ So steht es in der Präambel der Satzung der LAG Brandenburg e. V.

Der ehemalige Vorsitzende der LAG, Dr. Michael Schmidt, fasste diese wichtige Arbeit gut zusammen: ›Stellen Sie sich vor, es ist Ihnen bitterkalt und sie frieren am ganzen Leibe. Plötzlich kommt jemand auf sie zu und legt seinen Mantel um Ihre Schultern. Sie spüren, wie sich ihr Körper erwärmt und ihr Herz dazu. Sie sind unendlich dankbar und ihre Not lindert sich. Das ist Hospizarbeit, das ist Palliativarbeit.‹

Vornehmlich geht es in der Palliativversorgung darum, die Beschwerden Schwerstkranker und Sterbender möglichst zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Ebenso wesentlich sind die sozialen, seelischen, psychischen, geistigen und spirituellen Bedürfnisse, wobei die Autonomie und Würde der Patient*innen stets geachtet wird. Ich habe größte Hochachtung vor dieser hingebungsvollen Arbeit.

Vor kurzem hat eine langjährige Freundin von mir in kurzer Zeit viel zu früh und völlig unerwartet ihren Mann verloren. Sie sagte mir: ›Das kam für mich alles wie ein falscher Film daher – von der Krebsdiagnose bis zum Tod hat es gerade mal drei Monate gedauert. Zum Glück ist er im Krankenhaus auf der Palliativstation und im Hospiz gut betreut worden und am Schluss entspannt und ruhig eingeschlafen.‹

Das ist doch die größte Anerkennung, die die Menschen in diesen Einrichtungen erhalten können! Dafür Danke und weiterhin viel Kraft für diese verantwortliche Aufgabe!

Und für heute Vormittag weitere Anregungen für diese wichtigen Aufgaben in der Zukunft! Vielen Dank!«


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