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Jürgen Akuloff

Jürgen Akuloff, Fraktionsvorsitzender

Sperenberg und die Energiewende

Das umstrittene Multi-Energie-Kraftwerk Sperenberg (MEKS) auf den Liegenschaftsflächen der ehemaligen Garnison hat eine weitere Entwicklungsphase erreicht. Bislang mussten der Kreistag, unsere Fraktion und besonders die Kommunen viel Geduld aufbringen. Nach über vier Jahren Debatte und Vorschlägen der kommunalen Arbeitsgemeinschaft signalisiert das Landesministerium für Wirtschaft und Energie Bewegung.

Im Wirtschaftsausschuss des Kreistages hat der überraschend eingeladene Staatssekretär zum Sachstand klare Worte gefunden. Herr Fischer schätzte ein, dass deutliche Zweifel am inzwischen eingereichten Konzept des Industriekonsortiums bestehen.

Diese betreffen besonders die relativ hohe Anzahl von Windkraftanlagen, die nicht schlüssige Darstellung der Speichertechnologie mit der Einbindung der Gasturbinen in Thyrow sowie in der nicht plausiblen Wirtschaftlichkeitsberechnung des Gesamtprojektes. Ein Manko sind auch Voraussetzungen für eine sensible und abgestimmte Planung.

Fakt ist, der komplexe Charakter des möglichen Leitprojektes für die Energiewende ist im Koalitionsvertrag der rot-roten Landesregierung festgeschrieben. Deshalb ist dies auch kein beliebiges Projekt für innovative Speichertechnologien. Der Lösungsweg zur Ausräumung der Zweifel soll jetzt eine Machbarkeitsstudie mit klarer Leistungsbeschreibung sein. Wenn die Beauftragung zügig erfolgt, soll spätestens zum Jahresende ein entscheidungsreifes Ergebnis vorliegen.

Herr Staatssekretär Fischer äußerte seine Überzeugung zur Zukunft des Projektes. Was besonders für die Flächennutzung zu wünschen ist. Denn alternative Vorstellungen zur Liegenschaft hat die Landesplanung nicht, wie Herr Fischer auf Nachfrage unserer Fraktion informierte.

Dieses Thema bleibt also noch offen mit allen Folgeentwicklungen für kommunale Nutzungsmöglichkeiten, für Natur- und Denkmalschutz sowie für die Vereinstätigkeit. Aktuell ist im Wortsinn die blühende Natur die treibende Kraft der sichtbaren Flächenumwandlung. Und sie hat einen beachtlichen Vorsprung vor den schwierigen Verwaltungsentscheidungen in Potsdam.


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