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Felix Thier, Stadt Luckenwalde

Felix Thier, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt

Seen, Fischerei, Jagdjahr und Waschbär

Unter diesen Schlagworten im Titel lässt sich die November-Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt zusammenfassen. Tagungsort war dieses Mal die Gemeinde Rangsdorf im Norden unseres Landkreises. Nicht unpassend, war doch ein Schwerpunkt der Beratung der Rangsdorfer See. So wurden den Ausschussmitgliedern die örtlichen Gegebenheiten erläutert: Der See wird von einer Fischereigenossenschaft bewirtschaftet, größter Flächeneigentümer ist mit 80% Seefläche die Gemeinde selbst. In der Genossenschaft wird über die Verpachtung an die Fischer entschieden, „nebenbei“ findet aber auf dem See eine breit gestreute Nutzung statt. Der Rangsdorfer See ist Naturschutzgebiet, dient dem Sport und der Naherholung, der Fischerei und dem Baden – bei so vielen Interessen verständlicherweise nicht immer konfliktfrei.

Im Winter 2009/2010 kam der See in die Schlagzeilen, als ein massives Fischsterben zu beklagen war: annähernd 300 Tonnen (nicht gewässerheimische) Silberkarpfen waren durch die ungünstigen Witterungsbedingen unter der Eis- und lichtundurchlässigen Schneedecke erstickt. Der See ist sehr flach und besitzt einen hohen Nährstoffvorrat – zusätzlich ungünstige Konstellationen für Fische beim Überwintern. Der Fischbesatz fing also wieder bei Null an, bot so aber auch gewässertypischen Fischen die Chance, sich auszubreiten. Das gelang laut den Darstellungen der Ortsvertreter und anwesenden Fischer im Ausschuss wohl recht gut – allein die bis zu 150 im Schwarm jagenden Kormorane machen das Fischerleben nicht ganz so einfach. Nichtsdestotrotz wurde aber auch von Seiten der Kreisverwaltung betont, dass Teltow-Fläming im Land Brandenburg führend bei der Erfüllung der Hegepläne ist.

Die Überleitung zum Jagdjahr 2013/2014 passt beim Stichwort Hege sehr gut. Frau Woeller von der Unteren Jagdbehörde präsentierte auch in diesem Jahr wieder eine Fülle von Zahlen, welche sich hier leider nur ganz knapp darstellen lassen. Im Landkreis gibt es 778 Jägerinnen und Jäger und besonders erfreulich ist, dass 22 Jungjäger, also frisch „das Grüne Abitur“ bestandene Jäger, dazugekommen sind. Auffallend ist, dass wir uns in der Region wohl allmählich vom Muffelwild verabschieden müssen: Der Wolf erfreut sich dieser leichten Beute. Überproportional gewachsen und auch immer mehr zum Problem werden die Waschbären! Erstmals wurden in diesem Jagdjahr mehr als 1.000 Exemplare erlegt! Die Jagdstreckenentwicklung gilt dabei als Indikator für die Entwicklung der jeweiligen Population. Wir sollten uns also wirklich alle Gedanken dazu machen, wie wir mit unseren Hausabfällen umgehen, was wir auf dem Kompost oder im (leicht zugänglichen?) Hausmüll entsorgen, und den Waschbären so ideale Futterquellen bieten. Und zum Einwand „der Niedlichkeit“ dieser Tiere sei angemerkt: Sie sind in unserer Region nicht heimisch, haben keine echten natürlichen Feinde und sind als hochintelligente Allesfresser eine Bedrohung für die heimische Fauna!

Zum Sitzungsende informierte die Kreisverwaltung noch, dass weitere Seen vom rot-rot regierten Land Brandenburg kostenfrei an die Kommunen übertragen werden. Begünstigt werden dieses Mal Ortsteile der Städte Ludwigsfelde („Ahrensdorfer Kiesgruben“) und Baruth/Mark („Speicher Dornswalde“).


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im Kreistag Teltow-Fläming

Rudolf-Breitscheid-Straße 19
14943 Luckenwalde

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