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Jürgen Akuloff, Fraktionsvorsitzender

Jürgen Akuloff

Personalentwicklung im Haushaltsjahr 2019

Die Vorbereitungen für den Finanzhaushalt des nächsten Jahres sorgen schon jetzt für lebhafte Diskussionen in den Fachausschüssen des Kreistages. Kontrovers wird besonders zur Stellenplanung debattiert. Das nicht ohne Grund, betragen doch die Personalaufwendungen etwa 20 Prozent des gesamten Etats.

Die Personalkosten werden etwa 60 Millionen Euro im Entwurf des Haushaltes für das kommende Jahr ausmachen. Mit dem geplanten Volumen von 881 Stellen wird die Kreisverwaltung die erforderlichen Aufgaben zur Kreisentwicklung sowie als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger erfüllen. Für unsere Fraktion sind Fachkompetenz, Bearbeitungszeiten und Bürgernähe wichtige Kriterien für die Stellenanzahl in den Ämtern.

Im Kern geht es um die Frage mit welchem Personalaufwand die wachsenden Aufgaben erfüllt werden können. Die Finanzsituation ist angespannt, eine erneute Haushaltskonsolidierung muss verhindert werden, die Kreisumlage soll gesenkt werden, die gesetzlichen Aufgaben wachsen, die Fallzahlen steigen, die Gehalts- und Besoldungskosten erhöhen sich und der demografische Wandel findet statt. Alle Entscheidungen müssen diese Komplexität berücksichtigen.

Des Weiteren ist im Personalentwicklungskonzept eine Stellenreduzierung von 53 Vollzeitstellen (VZE) bis 2024 festgeschrieben. Bereits für 2019 liegen aus den Fachämtern zusätzliche Bedarfsmeldungen von 40 VZE vor. Der geprüfte unabweisbare Mehrbedarf beträgt jetzt 35 Stellen. Die Bauaufsichts- und Denkmalschutzbehörde hat mit sieben Stellen den höchsten Zuwachs aller elf Ämter mit Bedarfsanmeldungen. Die Gesamtzahl von 35 Stellen „kosten“ jährlich 1,9 Millionen Euro.

Nach aktueller Prognose werden bis 2027 altersbedingt 244 Beschäftigte den Dienst beenden. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten beträgt gegenwärtig 47,2 Jahre. Das sind einige Fakten für die Lagebeurteilung. Diese fällt wie eingangs erwähnt unterschiedlich aus. Negativentwicklungen werden auf eine unzureichende Personalausstattung zurückgeführt und andererseits als belastender Kostenfaktor betrachtet. Personaldebatten im Bund und auch in Brandenburg belegen sehr deutlich, dass die transparente Abwägung aller Auswirkungen vor den Entscheidungen wichtig ist. Die Kreisverwaltung hat bereits zum dritten Mal eine Informationsvorlage zur Aufstellung des Stellenplanes vorgelegt. Wie in den Vorjahren haben die Fraktionen eine umfassende Entscheidungsgrundlage im Vorfeld der Beschlussfassung für den Kreistag im Dezember erhalten.