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Traditionsgemäß: Rote Nelken zum Internationalen Frauentag

DIE LINKE überreichte Blumen zum Frauentag

Blumen auf dem Zossener Marktplatz ...
... und auch im Luckenwalder Krankenhaus.

Die Fraktion und Basisorganisation DIE LINKE. Zossen überreichten zum Internationalen Frauentag am Samstagvormittag in Zossen mehrere dutzend Blumen an die Verkäuferinnen auf dem Marktplatz, in mehreren Geschäften und an die Mitarbeiterinnen im Tierheim Zossen.

„Blumen zum Frauentag? Das ist kein angestaubtes Ritual, sondern auch eine Art der Auseinandersetzung mit Gleichberechtigung“, sagt Carsten Preuß, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. und Landtagskandidat im dortigen Wahlkreis. "Im Schnitt verdienen Frauen in Deutschland heute immer noch 21 Prozent weniger für die gleiche Arbeit. Vor allem Frauen im Dienstleistungsbereich und im Einzelhandel sind von Dumpinglöhnen betroffen. Auch am 103. Internationalen Frauentag sind Frauen vielen gesellschaftlichen Benachteiligungen ausgesetzt", erklärte Preuß. Zugleich freute er sich über die durchweg positive Resonanz der Aktion. Bei der Gelegenheit bot sich die Möglichkeit, viele Gespräche mit den Bürgerinnen der Stadt zu führen.

Um gleiche Rechte für Frauen und Männer herzustellen, gilt es nach wie vor Barrieren und Benachteiligungen weiter abzubauen. Das Thema Geschlechtergerechtigkeit ist und bleibt aktuell. Die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Familie gehört zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Von einer dem Bevölkerungsanteil entsprechenden Repräsentanz in Führungspositionen sind Frauen noch immer weit entfernt.

„Viele Forderungen der Frauenbewegung sind auch heute noch lange nicht erfüllt. Im Gegenteil, gerade die heute im Niedriglohnsektor arbeitenden Frauen sind wieder mehr auf ihren Partner angewiesen als früher. Gleichberechtigung sieht anders aus. Selbstbestimmtes Leben ebenso", sagte Sascha Loy, stellvertretender Vorsitzender der Zossener LINKEN.

Der Frauentag ist aber zugleich ein Tag, an dem Frauen mit Stolz auf das bisher Erreichte zurückblicken können, ein Grund zum Feiern.


Im Luckenwalder Krankenhaus waren an diesem Tag der Kreisvorsitzende Felix Thier, der Vorsitzende unserer Kreistagsfraktion, Jürgen Akuloff, und Vertreter des Stadtverbandes und der Stadtfraktion Luckenwalde unterwegs und bedachten die Mitarbeiterinnen der Einrichtung mit 70 roten Nelken. Ob am Empfang, in der Notaufnahme, auf den einzelnen Stationen oder auch in der Küche (Foto) - überall freute man sich sehr über den Blumengruß und unsere Glückwünsche.


Hintergrund: Die Frauenbewegung begeht den Internationalen Frauentag bereits seit über 100 Jahren. Als Begründerin gilt die Sozialistin Clara Zetkin. Auf ihre Initiative beschloss am 27. August 1910 die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages. Im März 1911 versammelten sich erstmals Frauen in Deutschland, Dänemark, Österreich, Schweden und in der Schweiz. Sie kämpften um das Frauenwahlrecht, forderten politische Mitbestimmung, gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen sowie mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz. In den USA war bereits 1909 erstmals ein Frauentag ausgerufen worden.

In seiner Geschichte wurde der Frauentag geliebt, belächelt und vergessen: Während der Nazi-Diktatur war er verboten, stattdessen wurde der Muttertag genutzt, um die Ideale der arischen Frau zu propagieren. In der DDR wurde der Tag dagegen jährlich gefeiert. In Westdeutschland wurde die Tradition erst von der 68er-Generation wiederentdeckt.

Am 8. März 1977 wurde der Internationale Frauentag von den Vereinten Nationen (UN) offiziell zum Feiertag erklärt. Heute geht es dabei meist um Themen wie Gleichstellung im Arbeitsleben, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gewalt gegen Frauen.


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