DIE LINKE.Teltow-Fläming trauert um Rainer Höhn
Rainer Höhn ist tot. Als sachkundiger Einwohner im von mir geleiteten Ausschuss für Gesundheit und Soziales des Kreistages Teltow-Fläming hat er sich immer mit allen Fragen befasst und sich eingemischt. Er war kein sehr bequemer Kollege, aber immer ehrlich und kämpferisch.
Er war viel mehr als ein Leiter eines Asylbewerberheimes. Rainer hat von Beginn an die Asylpolitik in unserem Landkreis beeinflusst und sich um sie verdient gemacht. Diese Arbeit ist sehr emotionsbeladen, hinter jeder Person steht eine persönliche Fluchtgeschichte. Dabei stehen Traumatisierungen, Gewalt und Verfolgung ebenso auf der Tagesordnung, wie die Bewältigung des Alltags dieser Menschen hier bei uns in Gemeinschaftsunterkünften. Das ist nicht immer konfliktfrei und erfordert eine große Menschenkenntnis, unglaublich viel Engagement und Einfühlungsvermögen. All das hatte Rainer Höhn. Durch seine Öffentlichkeitsarbeit und seine Aktivitäten konnten die Heime in Jüterbog und Luckenwalde als sogenannte Vorzeigewohnheime im Land Brandenburg hervorgehen.
Er hatte maßgeblichen Anteil an der Überarbeitung der Mindestbedingungen zur Unterbringung von Flüchtlingen. Sicher hätte er es gern gesehen, wenn diese Mindestbedingungen bereits Realität wären.
Ich werde seine Vorstellungen für diese Arbeit und seine Ziele, die er mir noch vor wenigen Tagen erklärt hat, auch weiter in die Arbeit einfließen lassen. Rainer Höhn wird mir und uns sehr fehlen.
Maritta Böttcher,
amtierende Vorsitzende der LINKEN Teltow-Fläming
stellvertretende Vorsitzende des Kreistages Teltow-Fläming
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