Drei Landtagswahlkreise für uns in Teltow-Fläming

Die Wahlkreise 23, 24 und 25 (von links nach rechts)

Der Landkreis Teltow-Fläming wird in drei unterschiedliche Landtagswahlkreise unterteilt.

  • Den Wahlkreis Nummer 23 bilden die Gemeinde Am Mellensee, die Gemeinde Großbeeren, die Stadt Ludwigsfelde, die Gemeinde Nuthe-Urstromtal und die Stadt Trebbin.
  • Der Wahlkreis 24 wird aus dem Amt Dahme/Mark, den Städten Jüterbog und Luckenwalde, der Gemeinde Niederer Fläming und der Gemeinde Niedergörsdorf gebildet.
  • Wahlkreis 25 schließlich umfasst die Stadt Baruth/Mark, die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, die Gemeinde Rangsdorf und die Stadt Zossen.
Wahlkreis 23

Diesmal kein Direktmandat

Peter Dunkel hat mit 8.033 Stimmen (26,5%) fast eintausend Stimmen mehr geholt als noch 2004 (7.066 = 29,0%). Leider hat dies wieder nicht gereicht um das Direktmandat im Wahlkreis 23 (Teltow-Fläming I) zu gewinnen.

Zum Wahlkreis 23 gehören: Gemeinde Am Mellensee, Gemeinde Großbeeren, Stadt Ludwigsfelde, Gemeinde Nuthe-Urstromtal, Stadt Trebbin

Peter Dunkel

Geboren 1942
Mess- und Regelungstechniker

1942 wurde ich im Kohlenrevier Großräschen geboren; bin verheiratet, habe zwei Kinder und drei Enkelkinder.
Nach der mittleren Reife erlernte ich den Beruf eines Meß- und Regelungsmechanikers. 30 Jahre war ich im VEB-IFA-Automobilwerke Ludwigsfelde beschäftigt. Seit 1994 bis zur Pensionierung 2007 arbeitete ich als technischer Wohnungsverwalter der Wohnungsgesellschaft Ludwigsfelde mgH „Märkische Heimat“.

Als Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. (vorher PDS) engagiere ich mich seit 1990 in der Stadtverordnetenversammlung Ludwigsfelde und seit 2003 als Abgeordneter des Kreistages Teltow-Fläming.
Mein Engagement in der Kommunalpolitik ist sozial geprägt und von Offenheit und Ehrlichkeit getragen.

Ein Interview ...

Peter Dunkel im Gespräch mit der Redaktion

Peter, wir möchten Dich unseren Lesern vorstellen; wir bitten Dich um einige biografische Angaben.

Geboren bin ich vor 66 Jahren in Großräschen, Schulabschluss Mittlere Reife, dann dreijährige Lehre in Cottbus zum Mess- und Regelungsmechaniker. Seit 1964 wohne ich in Ludwigsfelde, nach dem Armeedienst Tätigkeit als Messtechniker in der Versuchsabteilung im VEB IFA-Automobilwerk Ludwigsfelde und politischer Mitarbeiter der Gewerkschaftsleitung im selben Betrieb. Ab 1990 viele kurzzeitige Tätigkeiten, zeitweise war ich auch arbeitslos. Von 1995 bis 2007 technischer Wohnungsverwalter im städtischen Wohnungsunternehmen „Märkische Heimat.“ Seit 2007 bin ich Rentner.

Wie verlief Deine gesellschaftliche Entwicklung?

Ich bin Mitglied der Partei seit 1964. Ich war bis 1990 mehrere Legislaturperioden Abgeordneter des Kreistages Zossen und der Stadtverordnetenversammlung Ludwigsfelde. Nach der Wende wurde ich wiedergewählt ins Stadtparlament und bin Vorsitzender unserer Fraktion. Außerdem bin ich in der zweiten Periode Mitglied des Kreistages Teltow-Fläming.

Welche Probleme liegen Dir in Deiner parlamentarischen Arbeit besonders?

Großes Augenmerk lege ich auf die Belange der Bildung, auf den Umgang mit den Kindern in den Vorschuleinrichtungen, auf gute Bedingungen in allen dazu gehörenden Bereichen.

Welche Hobbys hast Du?

Ich bin seit 1964 verheiratet, habe zwei Kinder und drei Enkelkinder.
Mein größtes Hobby - das ist meine Familie, besonders meine Enkelkinder.
Dazu gehört unser Haus mit dem Garten. Ich liebe und genieße, obwohl das teilweise viel zu teuer ist, Theater, Oper und Musik.

Wo würdest Du im Falle Deiner Wahl in den Landtag Brandenburg Schwerpunkte Deines Wirkens setzen?

Ich würde mich besonders einsetzen für: weniger Lärm, klare und deutliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn in der Nähe von Wohngebieten, die Einhaltung der Festlegungen im Flugverkehr, den Stopp des Verkaufs von Seen, gleiche Bildung auf hohem Niveau für alle Kinder.

Wir danken Dir für das Gespräch und wünschen Dir, dass Du die Möglichkeit erhältst, Dich für alles einzusetzen, was Du für wichtig und richtig hältst.

Kontakt zum Kandidaten:

DIE LINKE. Bürgerbüro Ludwigsfelde

A.-Tanneur-Str. 17
14974 Ludwigsfelde

Tel 03378 510653 / Fax 03378 510654

info@dielinke-teltow-flaeming.de

Wahlkreis 24

Direktmandat

Kornelia Wehlan errang mit 9.879 Stimmen (36,8%; 2004: 8.465 Stimmen = 35,2%) das Direktmandat im Wahlkreis 24 (Teltow-Fläming II).

Zu diesem Wahlkreis gehören: Amt Dahme/Mark, Stadt Jüterbog, Stadt Luckenwalde, Gemeinde Niederer Fläming, Gemeinde Niedergörsdorf

 

www.konni-wehlan.de

Kornelia Wehlan

Geboren 1961 in Luckenwalde
verheiratet, 2 Kinder

Agraringenieurin, Mitglied des Landtages Brandenburg

Kornelia Wehlan absolvierte von 1977-1979 eine Ausbildung zur Agrotechnikerin/ Mechanisatorin und begann anschließend bis 1982 Pflanzenproduktion an der Fachhochschule -AIS- Cottbus zu studieren. Von 1982-1986 arbeitete sie dann in der LPG Hennickendorf und besuchte danach bis 1987 die Bezirksparteischule Potsdam. 1987 bis zur Wende war sie in der SED-Kreisleitung Luckenwalde beschäftigt. Seit 1990 ist sie Mitglied der SVV Luckenwalde und gehört seit dieser Zeit auch dem Kreisvorstand unserer Partei an. In den Jahren '92-'94 war sie Mitarbeiterin eines Bildungsvereins und wechselte anschließend als Mitarbeiterin in das Wahlkreisbüro von MdL Heinz Vietze. 1994 wurde sie Mitglied des Aufsichtsrates der Städtischen Betriebswerke GmbH Luckenwalde und gehört seit 1999 dem Kreistag Teltow-Fläming an. Ebenfalls in diesem Jahr zog sie in den Brandenburger Landtag ein und repräsentiert dort den Wahlkreis 24, seit 2004 sogar mit einem Direktmandat. In der Landtagsfraktion DIE LINKE. ist sie die Sprecherin für Agrarpolitik und ländliche Entwicklung.

Ein Interview ...

Konni Wehlan im Gespräch mit der Redaktion

Konni, Du kandidierst das dritte Mal für den Landtag, dafür gibt es sicher einen Grund?

Es gibt nicht nur einen, sondern viele Gründe. Der erste Grund ist natürlich die Verteidigung des ersten Direktwahlmandates für DIE LINKE in Teltow-Fläming. Zweitens ist es mein Fachbereich, für den ich stehe – die Agrarpolitik und der ländliche Raum. Und drittens macht mir die Arbeit im Landtag und im Wahlkreis immer noch Spaß und Freude. Es gibt nichts Schöneres, als sich für und mit Menschen zu engagieren. Dabei
schaue ich auf eine erfolgreiche Wahlperiode zurück. Und den Vertrauenszuwachs mit den Kommunalwahlen will ich unbedingt rechtfertigen. Dafür scheue ich keine Arbeit.

Du hast von einer erfolgreichen Legislaturperiode gesprochen. Kannst Du das auch belegen?

Mit den Erfolgen ist das so eine Sache, denn die haben, wie Ihr wisst, viele Väter. In vielen Bereichen ist aber für die Menschen sichtbar geworden, dass die Hauptthemen unserer Partei – Arbeit – Bildung – Soziale Gerechtigkeit – nicht nur Wahlkampfthemen für uns sind, sondern Ziel unserer täglichen Arbeit. Natürlich erfüllt es mich mit Freude, dass der ländliche Schulstandort Dahme auch für das nächste Schuljahr erhalten bleiben konnte. Das war mein ständiges Mühen und Wirken im Kreistag und im Landtag. Oder als es um die Fördermittel für den Erlebnishof in Werder ging, das trägt auch meine Handschrift. Mit der „Forstreform“ gab es auch in meinem Fachbereich viel zu tun. Ohne Aufgabenkritik und Beschreibung der zukünftigen Geschäftsfelder werden 1.000 Arbeitsplätze abgebaut und 36 Millionen Euro an Zuschüssen gekürzt. Einstellungskorridor und Gemeinwohlleistungen im Forstbereich werden zu Fremdwörtern und das, obwohl die Landesregierung selbst Holzund Forstwirtschaft in Brandenburg als Kompetenzfeld benennt, was eigentlich besondere Förderungen beinhaltet. Was bleibt ist die Aushöhlung der Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen, die eigentlich im Landeswaldgesetz festgeschrieben sind.

Welche dringenden Aufgaben stehen vor der Linkspartei in Zeiten einer globalen Wirtschaftskrise?

Wir sehen unsere Hauptaufgabe darin, Armut zu verhindern und bestehende Armut abzubauen. Armut, besonders für Kinder, ist, wie der aktuelle Sozialbericht zeigt, längst in Teltow-Fläming angekommen. Wir haben in TF ca. 3.000 Kurzarbeiter. Die Auswirkungen werden nach Prognosen der Wirtschaftsinstitute spätestens im 2. Halbjahr spürbar. Wir müssen dann natürlich Ansprechpartner sein, aber auch deutlich sagen, wie wir uns Veränderungen vorstellen. Dazu haben wir mit dem Entwurf des Landtagswahlprogramms erste Schritte für eine neue Politik benannt. Und wir sind in unseren Schwerpunkten erkennbar – auch zukünftig; Arbeit, von der man leben kann, Armut verhindern und Bildung für alle, von Anfang an. Was den Wahlkreis betrifft, so steht die Fertigstellung der B 101 obenan. Aber auch, dass der ländliche Raum nicht weiter durch Landesentscheidungen abgehängt wird wie bei der Streichung der Grund- und Kleinzentren. Davon sind ja auch unsere Landstädte Baruth, Dahme und Trebbin betroffen, die sehr wohl Umlandfunktionen wahrnehmen.

Du bist neben Deiner Arbeit als Landtagsabgeordnete eine erfolgreiche Kommunalpolitikerin. Besteht darin nicht ein Widerspruch?

Ganz im Gegenteil. Gerade in unserem Selbstverständnis der LINKEN ist die Kommunalpolitik die Wurzel für unser Tätig-Werden. Hier sind wir nah bei den Problemen der Menschen, kommen mit ihnen ins Gespräch, nehmen ihre Anregungen und ihre Sorgen auf. Ich kann darauf in meiner Landtagsarbeit nicht verzichten und es gibt mir auch die Gelegenheit, selbst zu spüren, wie Landes- und Bundesentscheidungen hier vor Ort wirken. Z. B. wenn der durch das Land verfügte Personalschlüssel bei Kitas nicht ausreicht oder die Mitfinanzierung des Bundes bei den Kosten der Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger zu gering ist und der Kreis – trotz hoher Verschuldung – wieder einspringen muss und zusätzliche Ausgaben hat. Das aktuell diskutierte Thema in meinem Fachbereich – die Agrardieselbesteuerung – wurde beispielsweise 2005 am Tisch des Bundesfinanzministers mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten gegen die großen Agrarstrukturen bzw. -betriebe geregelt. Heute tun SPD und CDU so, als ob sie davon nichts mehr wüssten. Im Landtag nutze ich die Möglichkeit, solche Art Probleme öffentlich zu machen und Antworten der Landesregierung abzuverlangen. Dazu habe ich bisher 119 mündliche und 40 kleine Anfragen gestellt und für die Fraktion 39 Debatten im Landtag geführt.

Bei Deinem Arbeitspensum erübrigt sich ja fast die Frage nach Deiner Freizeitbeschäftigung.

Da sind bei mir noch viele Wünsche offen. Wichtig aber ist für mich die Familie, besonders unsere Kinder und mein Mann. Auch mit meinen Geschwistern, den Kindern und Enkelkindern meiner Schwester und mit meiner Mutter möchte ich so viel Zeit wie möglich verbringen. Das liegt mir sehr am Herzen. Hier hole ich mir die Kraft für meine Arbeit.

Kontakt zur Kandidatin:


Zinnaer Straße 36    
14943 Luckenwalde

Tel. 03371 / 40 65 44

Fax 03371 / 40 65 44

E-Mail an die Kandidatin

Wahlkreis 25

Diesmal kein Direktmandat

Hartmut Rex erhielt 7.526 Erststimmen bzw. 23,2%. Bei der letzten Wahl 2004 waren es "nur" 6.528 bzw. 26,5% der Stimmen. Für das Direktmandat im Wahlkreis 25 (Teltow-Fläming III) fehlten ihm leider erneut einige Stimmen.

Zum Wahlkreis 25 gehören: Stadt Baruth/Mark, Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, Gemeinde Rangsdorf, Stadt Zossen

Hartmut Rex

Geboren 1943 in Rarfin
Dipl.-Ing., selbstständig mit einer Autoglaserei (seit 1999)

Politische Funktionen: seit der Wende für die Fraktion PDS/ DIE LINKE. in der Gemeindevertretung der Gemeinde Rangsdorf sowie Mitglied des Kreistages Teltow-Fläming von 1998 bis 2008
Familie: verheiratet seit 43 Jahren, zwei Erwachsene Kinder (41 und 39 Jahre) mit je 2 Enkelkindern

In meiner bisherigen politischen Tätigkeit stoße ich immer häufiger auf Ungereimtheiten zwischen der Landesgesetzgebung und deren Auswirkungen auf die Kommunen. Da in unserem Wahlkreis Herr Christoph Schulze, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, immer großmundige Versprechungen macht und damit die Wähler beeindruckt, jedoch sein Abstimmungsverhalten auf der Landesebene diesen Versprechen nicht Rechnung trägt, möchte ich einen Beitrag dazu leisten diese Missstände zu verändern.

Ein Interview ...

Hartmut Rex im Gespräch mit der Redaktion

Hartmut, Du bist in der Vertreter/innenversammlung Deines Wahlkreises als Kandidat für den Landtag bestätigt worden. Aus diesem Grund möchten wir Dich unseren Lesern vorstellen. Kannst Du uns kurz einen Überblick über Deinen politischen Werdegang geben?

Meine politische Tätigkeit begann mit der Wendezeit, also 1989. Davor beschränkten sich meine Aktivitäten auf die sportliche Ebene als Handballer und Übungsleiter im Jugendbereich. Über den Runden Tisch gelang es mir, in die Gemeindevertretung Rangsdorf gewählt zu werden, und diese Arbeit wurde durch folgende Wahlen immer bestätigt. Von 1990 bis 2008 war ich außerdem Mitglied der Kreistagsfraktion.

Welche Themen würden Schwerpunkte Deiner Arbeit im Landtag Brandenburg sein?

Die nördliche Region des Landkreises Teltow-Fläming wird mit allen Vor- und Nachteilen des BBI konfrontiert und deshalb müssen die Festlegungen des Planfeststellungsbe- schlusses eingehalten werden, hier insbesondere die des Flugverbotes in den Randzeiten. Gleichzeitig müssen Ausgleichsmaßnahmen auch dort vorgenommen werden, wo die Belastungen entstehen. Des Weiteren gehören die Reduzierung der Klassenstärke auf unter 25 Kinder und die Herabsetzung des Betreuungsschlüssels in der KITA zu Schwerpunktthemen. Gekoppelt ist dies wiederum alles an die gesicherte Finanzausstattung der Kommunen.

Sicher gibt es bei Dir auch ein Leben neben Arbeit und Politik. Wie sieht das aus?

Seit über 40 Jahren bin ich mit meiner Frau glücklich verheiratet, die viel Verständnis für meine politische Arbeit zeigt. Bei vier Enkelkindern gibt es keine Zeit zum Rasten und Rosten. Und als Altersrentner hat man immer zu wenig Zeit, um das Leben zu genießen. Gegenwärtig betreibe ich noch eine Autoglaserei und stehe damit noch voll im Berufsleben. Lesen und Reisen kommen dadurch zu kurz, sehr zum Leidwesen meiner Frau.

Wir bedanken uns, dass Du uns Rede und Antwort gestanden hast, und wünschen Dir für die Aufgaben, die vor Dir liegen, viel Kraft und Erfolg.

Kontakt zum Kandidaten


Albert-Tanneur-Straße 17 
14974 Ludwigsfelde

Tel. 03378 / 51 06 53

Fax 03378 / 51 06 54