11. April 2018

Haushalt 2019: Gefragt ist kaufmännische Weitsicht

Dirk Hohlfeld

Während noch am Jahresabschluss 2017 gearbeitet wird und der Haushalt 2018 sich in Umsetzung befindet, so beschäftigt sich der Haushalts- und Finanzausschuss bereits mit dem Plan 2019. Auf Anregung von Ausschussmitgliedern und in Zusammenarbeit mit der Verwaltung wollen wir uns verstärkt auf Kennzahlen konzentrieren und diese entwickeln. Hier geht es darum, soweit wie nötig, Vorgaben und Ziele, die sich direkt aus dem Leitbild des Landkreises ableiten, zu entwickeln. Die Maßnahmen sollten dabei auf Produktzielen beruhen, die sich aus den mittelfristigen und langfristigen Entwicklungszielen ableiten.

In Zusammenarbeit mit der Verwaltung geht es darum, Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert zu erarbeiten. So werden auch die Abgeordneten besser in die Lage versetzt, innere Strukturen der Verwaltung nachzuvollziehen und im politischen Raum Festlegungen für die kommende Arbeit treffen zu können.

Dieser Aufgabe stellen wir uns besonders im Landesumfeld, gerade auch weil Steuereinnahmen im Augenblick so munter sprudeln und man zu dem Schluss kommen könnte für die Lösung aller Probleme stehe ausreichend Geld zur Verfügung. Dies ist bei weitem nicht so. Schwerpunkte für uns sind dabei die Fragen der Investitionen und eine weitere Senkung der Kreisumlage. Demgegenüber stehen Lohnabschlüsse und der Wegfall des Länderfinanzausgleiches. Auch wissen wir nicht wie sich Zinsen, Zuwanderung, und damit praktisch kein Rückgang der Arbeitslosigkeit, entwickeln werden.

Gerade da die Steuereinnahmen sprudeln ist auch kaufmännische Weitsicht gefragt, denn noch drücken uns Kassenkredite.

Dirk Hohlfeld, Vorsitzender des Ausschusses für Haushalt und Finanzen