9. Oktober 2017

Für ein familienfreundliches Lebensumfeld

Diana Bader

Mit der Weiterentwicklung des familien- und kinderpolitischen Programms hat die rot-rote Landesregierung an die Maßnahmenpakete der vergangenen Jahre angeknüpft und aktuellen Entwicklungen Rechnung getragen. Das neue familien- und kinderpolitische Programm erkennt gesellschaftliche Entwicklungen und veränderte Lebensrealitäten von Paaren an und folgt damit konsequent dem Grundsatz: Familie ist da, wo Kinder sind, wo Menschen ihr Leben teilen und wo Generationen füreinander Verantwortung übernehmen – ob in der traditionellen Ehe, einer Partnerschaft, einer Patchwork-, einer Regenbogen- oder einer Ein-Eltern-Familie.

Kinder und Jugendliche wachsen in sehr unterschiedlichen sozialen Verhältnissen auf. Etwa jedes fünfte Kind in Brandenburg gilt als armutsgefährdet. Die gesamte Gesellschaft ist gefordert, durch entsprechende Rahmenbedingungen die Chancengerechtigkeit und Teilhabe von armutsgefährdeten oder armen Kindern und Familien zu verbessern. Hier gibt es vor allem Nachholbedarf auf Bundesebene, um Familien mit geringem oder keinem Einkommen besser zu unterstützen, bspw. durch Einführung einer Kindergrundsicherung und die Erhöhung des Kindergeldes. Kindergeld und Unterhaltsvorschuss dürfen nicht auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet werden.

Das Land Brandenburg fördert Kinder und Familien auf vielfältige Weise und ein ganzes Bündel von Maßnahmen und Netzwerken. Die Spannbreite reicht von der Verbesserung der Qualität der Bildungsarbeit und Strukturentwicklung in der Kita-Betreuung über das ESF-geförderte Programm der Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften bis zur Unterstützung von regionalen Netzwerkstrukturen. Unser Ziel ist eine frühestmögliche Förderung und Unterstützung und der weitere Ausbau einer familienfreundlichen Infrastruktur und Lebenswelt.

Aber auch ganz konkrete Hilfsmaßnahmen für Familien wie die Familienferienzuschüsse, die 2014 auf acht Euro pro Person und Tag erhöht wurden, oder der Familienpass, der vielfältige Vergünstigungen im Freizeit-, Kultur- und Sportangebot ermöglicht, sind Beispiele für das Engagement des Landes. Bestmögliche Voraussetzungen für ein Leben mit Kindern und ein familienfreundliches Lebensumfeld sind aber nur zu schaffen, wenn alle beteiligten Partner auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zusammenarbeiten und miteinander kooperieren. 

Diana Bader, familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Brandenburg

Programm der Landesregierung

Videomitschnitt aus der Landtagsdebatte