18. Mai 2018

Israelreise: „Wir werden zuhören!"

Eine Delegation der EP-Linksfraktion GUE/NGL reist vom kommenden Montag bis zum 24. Mai 2018 nach Tel Aviv und Jerusalem. Wenige Tage nach dem 70. Jahrestag der Gründung Israels werden Abgeordnete, darunter neben Martina Michels, Mitglied des Parlamentarischen Ausschusses EU-Israel, auch Curzio Maltese aus Italien, und Mitarbeiter*innen der GUE/NGL-Fraktion aus dem Europäischen Parlament, eine seit langem geplante Reise nach Israel antreten. Ziel der Reise ist es, das Land besser von innen heraus kennenzulernen, Kontakte zu NGOs, zu Partnerinnen und Partnern zu intensivieren, die konstruktiv eine Zwei-Staaten-Lösung verfolgen und sich für eine Befriedung des ‚Nahen Ostens' einsetzen. Es wird dabei um Begegnungen und Aussprachen mit progressiven und linken Kräften gehen, um ihre Sichtweisen auf soziale, wirtschaftliche, kulturelle und nachbarschaftliche Konflikte Israels zu erörtern. Martina Michels, Delegationsleiterin und Mitglied der Partei DIE LINKE kommentiert vorab:

„Wir werden vor allem zuhören, Fragen stellen, die Rückschau mehrerer Generationen auf die Staatsgründung Israels erkunden. Uns interessiert natürlich auch die Reflexion der aktuellen Konflikte nach dem vergifteten Geschenk der Botschaftsverlegung der USA nach Jerusalem und deren Folgen, sowie die Sicht auf das von Trump aufgekündigte Atomabkommen mit dem Iran."

Martina Michels ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass wir ohne die Geschichte der heutigen Konflikte und ohne ein besseres Verständnis der aktuellen Debatten in der israelischen Öffentlichkeit, die schwierigen Lösungsansätze für eine Befriedung des ‚Nahen Ostens' nicht konkret genug formulieren können. Das beginnt bei der Verantwortung der EU für einen intensivierten diplomatischen Dialog, aber auch bei der Verantwortung und Unterstützung von Projekten in Israel und Versöhnungsprojekten zwischen Israelis und den Menschen aus den Palästinensischen Autonomiegebieten."

Abschießend hält Martina Michels fest: „Um mit viel Gepäck nach Brüssel zurückzufahren, werden wir uns neben Gesprächen mit NGOs, auch mit der EU-Vertretung in Israel und mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern der Knesset treffen. Wir werden die Situation von Beduinen in der Wüste Negev erkunden, mit Vertreter*innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Gespräch sein und erneut die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen."