8. Dezember 2017

Große Fußstapfen

Der Ideenkoffer für die zweite Amtszeit bleibt zu.

Als Monika Nestler 2009 als Nachfolgerin von Herrn Wienand Jansen zur Bürgermeisterin von Nuthe-Urstromtal gewählt wurde, hieß es, sie trete in „große Fußstapfen“, die er in doppelter Hinsicht hinterlassen hatte: Einmal betraf es seine nicht geringe Schuhgröße. Andererseits hatte er während zweier Amtszeiten viel für die Gemeinde Nuthe-Urstromtal erreicht.

Nun übergibt auf Wunsch der Wählermehrheit Monika Nestler den Staffelstab an Herrn Stefan Scheddin. Für Monika Nestler endet eine 39-jährige Lebens- und Arbeitsperiode in der Kommunalpolitik. Davon war sie 15 Jahre Bürgermeisterin von Hennickendorf, 15 Jahre Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters von Nuthe-Urstromtal und Leiterin des Fachbereichs II, acht Jahre Bürgermeisterin unserer Großgemeinde. Da sie schon seit ihrem fünften Lebensjahr in Hennickendorf wohnt, ausgebildete Agraringenieurin ist, vier Jahre die LPG Tierproduktion Dobbrikow geleitet hat, kennt sie bestens die Probleme und Sorgen der hier lebenden und arbeitenden Menschen. Sie weiß, wie die Nuthe-Urstromtaler „ticken“.

Unter ihrer Regie wurden zwischen 2009 und 2017 10,4 Miio. Euro investiert, davon 3,3 Mio. Euro Fördergelder. Dabei waren vor allem die beiden Grundschulen, die Kitas und Horte immer im Blickfeld. Die Verbesserung der Straßenverhältnisse, Straßenbeleuchtung, Schaffung von Dorfgemeinschaftshäusern, Bushaltestellen und Trauerhallen beweisen ihre Handschrift und die ihrer Mitarbeiter in der Verwaltung sowie der Gemeindevertreter und Ortsvorsteher. Die gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und damit der Feuerwehren verlangten und bekamen besondere Aufmerksamkeit, was bei 23 Dörfern nicht so einfach ist. Sie hat immer die Bedingungen der landwirtschaftlichen Betriebe und der Gewerbetreibenden zu erleichtern versucht.

Der Zusammenhalt aller Generationen war ihr ein Herzensbedürfnis, was sich sowohl in der Tätigkeit der Jugendsozialarbeiter als auch mit dem Seniorenbeirat beweisen lässt. Auch der Tourismus, der Sport und die Kultur erhielten bestmögliche Unterstützung. Betrachtet man die 23 Ortsteile, so gibt es keinen ohne positive Veränderungen in den letzten acht Jahren. Dank der klugen Verwaltung mussten die Nuthe-Urstromtaler keine Altanschließerbeiträge zahlen. Auf Monika Nestlers Initiative wurde die Verwaltung neu strukturiert, damit effizienter und transparenter gestaltet.

Nun wurde Monika Nestler von etwas über 50% der Wähler in die „politische Rente“ geschickt. Sie hatte für eine eventuelle zweite Amtszeit einen ganzen Ideenkoffer voller Vorhaben zum Vorteil der Bewohner in den Ortsteilen von Nuthe-Urstromtal. Da sie auch in den vergangenen Jahren viel ehrenamtlich gearbeitet hat, wird es ihr nicht schwerfallen, neue ehrenamtliche Betätigungsfelder zu entdecken. Sie wird sich keineswegs in der politischen Schmollecke verkriechen.

Wir, die Mitglieder der Basisorganisation DIE LINKE. Nuthe-Urstromtal, wünschen Monika Nestler für die Zukunft bestmögliche Gesundheit, damit sie noch lange ehrenamtlich helfen kann, ihre guten Ideen zu verwirklichen. Dabei wird ihr ihre warmherzige, geradlinige Art sicher helfen; für manchen war und ist sie aber deswegen unbequem. Außerdem freuen sich ihre Kinder und Enkel, dass Mutter/ Oma künftig mehr Zeit für sie hat.

Möge ihr Nachfolger, Herr Stefan Scheddin, erfolgreich ihre Arbeit zum Wohl der Gemeinde Nuthe-Urstromtal fortsetzen und ihre „großen Fußstapfen“ ausfüllen.

Ingrid Köbke, Nuthe-Urstromtal