19. April 2018

Gedenken gegen das Vergessen

Zur Kranzniederlegung in aller Stille im Gedenken an die Häftlinge und Todesopfer des ehemaligen faschistischen Arbeitserziehungs- und Gestapodurchgangslagers Großbeeren und des Stalag III D, Kdo. Großbeeren hatte die Gemeinde Großbeeren am Donnerstag in die drei Gedenkstätten der Gemeinde eingeladen.

Die Nazis errichteten 1942 auf dem Gelände eines ehemaligen Bahnarbeiterlagers am Rande Großbeerens ein Außenlager des Berliner Arbeitserziehungslagers Wuhlheide und nutzten dieses Straflager bis zu dessen Auflösung am 19. April 1945 gleichzeitig auch als Gestapodurchgangslager. Im vergleichsweise kleinen Lager Großbeeren bezahlten ca. 1.300 Häftlinge aus 24 Nationen die verbrecherische und menschenverachtende Politik der Nazis mit ihrem Leben. Ihnen und aller anderen ehemaligen Häftlinge zum Gedenken fand auch in diesem Jahr am 19. April, dem Tag, an welchem die überlebenden Häftlinge ihre langersehnte Freiheit zurück erhielten, an der Opfer-des-Faschismus-Gedenkstätte in der Ruhlsdorfer Straße, an der Gedenkanlage "Hintere Friedhofsmauer" sowie am ehemaligen Lagerbereich des "Arbeitserziehungs- und Gestapodurchgangslager" das Stille Gedenken statt.

Dr. Irene Pacholik (2. Bild, r.) nahm als Mitglied der Gemeindevertretung für DIE LINKE am Gedenken teil.