9. März 2018

Paradigmenwechsel in der Kinderbetreuung

Gerrit Große

Unser Land soll seine Spitzenposition bei der frühkindlichen Bildung weiter ausbauen – das hatte DIE LINKE zur Landtagswahl 2014 versprochen. Seitdem ist kein Jahr vergangen, in dem sie nicht konsequent an der Umsetzung dieses Ziels gearbeitet hat. So wurden u.a. der Betreuungsschlüssel und die Leitungsfreistellung verbessert, sogenannte „Kiez-Kitas“ mit zusätzlichen Stellen ausgestattet und der Einsatz von Tanz- und Musikpädagog*innen ermöglicht. Außerdem kämpft DIE LINKE für eine bessere Vergütung der Erzieher*innen.

Nun hat die Landesregierung beschlossen, die Kindertagesbetreuung ab August – beginnend mit dem letzten Jahr vor der Einschulung – für die Eltern beitragsfrei zu gestalten. Dies entspricht einer langjährigen Forderung der LINKEN. Darüber hinaus ist dies ein erster Schritt, Eltern finanziell zu entlasten. Er eröffnet ihnen neue finanzielle Spielräume für die Bildung und das gesunde Aufwachsen ihrer Kinder. Schließlich sichert Rot-Rot damit mehr Bildungsgerechtigkeit in allen Teilen des Landes Brandenburg.

Kindertagesstätten werden endlich Schulen und Hochschulen als Bildungseinrichtungen gleichgestellt. Dem Recht von Kindern auf Bildung von Anfang an wird mit diesem Gesetz entsprochen. Damit werden die Bildungsbedingungen in der Region Berlin-Brandenburg einander zunehmend angeglichen. In Berlin gibt es die komplette Beitragsfreistellung seit zwei Jahren.

Auf DIE LINKE ist also Verlass. Und allen Unkenrufen zum Trotz: Die Betreuungsqualität trotz Beitragsfreiheit weiter zu verbessern, bleibt unser Anspruch.

Gerrit Große, kinderpolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag Brandenburg

Zum Gesetzentwurf: Drucksache 6/8212; zum Videomitschnitt der Rede; zum Videostatement von Gerrit Große.