8. März 2018

Gefragt ist ein echter Pflegeaufstand! DIE LINKE stellt den Frauentag 2018 unter das Thema Pflege

Gratulationen und Aktion im DRK-Krankenhaus Luckenwalde ...

in Zossen bei warmen Kaffee ...

wie auch bei Pflegediensten in Jüterbog.

Felix Thier, Jürgen Akuloff und Manfred Thier waren zu Besuch beim Pflegepersonal im DRK-Krankenhaus Luckenwalde.

Reinhard Fromm und Edeltraut Liese, mein Fraktionskollege Peter Hacke und ich haben am Internationalen Frauentag Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege in der Region TF Süd besucht. Den Pflegerinnen haben wir im Rahmen der Kampagne der LINKEN »Pflegearbeit ist mehr wert!« mit einer Rose bzw. Nelke für Ihre sehr wichtige und notwendige Arbeit gedankt und sie ermutigt nicht nachzulassen im Kampf um bessere Bedingungen. Alle Pflegepersonen reagierten eher bescheiden und erklärten, sie machen ihren Job gern. Doch dann sprudelten schnell viele Probleme aus ihnen heraus. Zum Beispiel das Thema Kinderbetreuung. Viele Pflegekräfte, aber auch Verkäuferinnen und Schichtarbeiterinnen in der Region müssen ihre Kinder bei Freunden und Verwandten unterbringen, weil die Öffnungszeiten von KITAS in Jüterbog und Umgebung nicht mit ihren eigenen Arbeitszeiten vereinbar sind. Das ist für mich ein Unding, vor allem weil viele Einrichtungen über Nachwuchssorgen klagen. Wenn ich junge Familien ins Arbeitsleben bringen möchte, dann müssen auch die Bedingungen dafür geschaffen werden, dass sie ihre Kinder unterbringen können. Auch die Bürokratie macht ihnen zu schaffen. Um beispielsweise ein Pflegebett zu bekommen, sei ein umfangreicher Schriftverkehr mit den Krankenkassen nötig. Ich bin der Meinung, dass das Gesundheitssystem krank ist. Und schließlich: Die Pflegekräfte haben zu wenig Zeit, verdienen immer noch weniger als ihre Kolleginnen im »Westen« für die gleiche Arbeit!

DIE LINKE macht Druck für gute Pflege. Mit unserer Pflegekampagne kämpfen wir für:

  • eine bedarfsgerechte gesetzliche Personalbemessung in Kliniken;
  • 100.000 zusätzliche Pflegekräfte in Kliniken, 40.000 zusätzliche Pflegekräfte für eine menschenwürdige Altenpflege;
  • die Anhebung des Pflegemindestlohnes auf 14 Euro.

Der Pflegenotstand muss gestoppt werden, wir sagen: Mehr Pflegekräfte sind besser für ALLE!

Maritta Böttcher, Jüterbog