7. August 2018

Im Nachklang zum rbb-Besuch in Gebersdorf

Felix Thier

Das rbb-Fernsehen war vor einiger Zeit mit seinem Team vom Robur-Bus in Gebersdorf zum Thema Petition zum Erhalt der Kindertagespflege. Zum dortigen Termin waren auch alle Kreistagsmitglieder bzw. Fraktionen eingeladen. Der Einladung folgten von der SPD Erik Stohn und von Seiten unserer Fraktion Heike Kühne, Mandy Werner und Felix Thier.

Im Nachklang zum Robur-Besuch gab es in den sozialen Netzwerken und auch im öffentlichen Raum Aussagen, zu denen sich der Jugendhilfeausschuss (JHA) des Kreistages positioniert.

Die Mitglieder des JHA weisen die Anfeindungen und Beleidigungen zurück, denen man aus dem Umfeld der Petenten nach dem Besuch der Robur-Teams ausgesetzt war. Man wurde als „dumm“ und „unfähig“ bezeichnet, man würde Volkes Wille nicht vertreten und über Facebook bezichtigt, „Scheiße zu reden“. Der JHA stellt klar, dass man seit fünf Jahren gemeinsam mit dem Jugendamt parteiübergreifend und mit Vertretern von sechs sozialen Verbänden auf der Grundlage deutscher Gesetze für die Kinder und Jugendlichen im ganzen Landkreis arbeiten würde.

Kinder und Jugendliche hätten beim JHA Priorität. Mit jeder Richtlinienänderung wolle man Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Familien erreichen. Auch für die Kindertagespflege. Im Jahr 2018 konnte man die finanzielle Situation für 85 Tagespflegepersonen um 818.000 Euro verbessern. Damit erkenne man die große Leistung der Tagespflegepersonen an und signalisiere, dass die Kindertagspflege wichtig sei.

Dennoch folge man dem Bundes- und Landesgesetzgeber, welcher den Unterschied zwischen Kindertagespflege und Kindergarten schon durch die unterschiedlichen Vorgaben für die Ausbildung der Tagespflegepersonen und Erzieher verdeutliche, und vorgebe, nur bei besonderem Bedarf Ausnahmen von der Regel zu machen.

Seit August 2013 arbeite man auf der Grundlage des geänderten SGB VIII Sozialgesetzbuch Kinder- und Jugendhilfe. Das Kita-Gesetz des Landes Brandenburg beziehe sich darauf. Kindertagespflege und Eltern hätten Zeit gehabt, sich auf diese Bedingungen einzustellen, so der JHA.

Seit zwei Jahren beschäftige man sich mit der Petition der Gebersdorfer, hätte den Tagespflegepersonen sowie den Eltern Angebote gemacht, um die Struktur zu sichern, so die eigene Kooperationsbereitschaft signalisiert. Aus verschiedenen objektiven und subjektiven Gründen waren diese Ansätze nicht umsetzbar, so der JHA. Die Geburtenzahlen vor Ort würden jedoch belegen, dass die Kindertagespflege nicht gefährdet sein müsse.

Man werde weiter seine Arbeit tun in der Sorge um die Kinder und Jugendlichen im ganzen Landkreis, man vertrete über 165.000 Einwohner, wolle und solle allen gerecht werden, so der JHA. Dabei stünde immer das KINDESWOHL im Vordergrund.

Felix Thier, stellv. Fraktionsvorsitzender