21. Mai 2018

Beigeordnetenwahl: Führungscrew in Teltow-Fläming endlich komplett

LINKEN-Fraktionsvorsitzender Jürgen Akuloff, Beigeordnete Dietlind Biesterfeld (SPD), Beigeordneter Johannes Ferndiannd (CDU), Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE), 1. Beigeordnete Kirstne Gurske (parteilos, für DIE LINKE), CDU-Fraktionschef Danny Eichelbaum (v. l. n. r.)

Johannes Ferdinand leistet seinen Amtseid vor Landrätin Wehlan.

Am 18. Mai war es endlich soweit. Nach fünf Monaten gerichtlicher Auseinandersetzung konnte Johannes Ferdinand (CDU) seinen Amtseid als neuer Beigeordneter und Leiter des Dezernates I leisten. Vom Kreistag längst beschlossen und in Arbeitsgruppen gründlichst vorbereitet ist jetzt das Ziel erreicht. Ab 1.Juni spiegelt die Verwaltungsleitung um Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE) die Ergebnisse der Kommunalwahlen von 2014 wider. Die Parteien mit den besten Wahlergebnissen sind in der Verwaltungsspitze vertreten.

In der würdigen Veranstaltung zur Ernennung legte die Landrätin besonderen Wert auf die Feststellung, dass im Fokus der Aufgabenerfüllung die Lebensqualität im Landkreis steht. Die politische Heimat der Verantwortungsträger dient diesem Ziel. Bekanntlich ist unser Kreistag seit mehreren Jahren dabei, die Beschlussentscheidungen mehrheitlich ohne Koalitionsstrukturen zu treffen. Dieser Umstand war und ist für die sachliche Arbeitsweise bedeutungsvoll.

Die mit der Personalie Ferdinand getroffene Wahlentscheidung wurde bekanntlich von der  Mitbewerberin Ruth Wagner vor Gericht angezweifelt. Die eigene Bewerbung erschien ihr offensichtlich aussichtsreicher. Als Leiterin des Rechtsamtes klagte sie gegen die Entscheidungen des Kreistages und seiner Gremien. Ein wahrscheinlich unterbesetztes Gericht prüfte monatelang die Klagesubstanz und schickte die Parteien schließlich in den Vergleichsmodus.

Im Ergebnis des gütlichen Vergleichs zog Frau Wagner ihre Bewerbung zurück und die Struktur in der Verwaltung einschließlich Personalunterstellung wurde verändert. Das Rechtsamt wechselt in den Dezernatsbereich von Frau Dietlind Biesterfeld (SPD).

Bei aller Zufriedenheit zum Abschluss des Verfahrens mit dem Ergebnis alle Beigeordneten an Bord zu haben, bleibt ein Beigeschmack. Dieser betrifft die Wertigkeit von Mehrheitsentscheidungen und ihre Anfechtbarkeit. Hier ist jedoch nicht der richtige Platz das zu untersuchen. Der politische Alltag wird die Querelen schnell vergessen lassen und neue Personalentscheidungen werden folgen. Es ist zu erwarten, dass die SWFG demnächst einen neuen Geschäftsführer braucht. Auch die Ausschreibung für den Posten des Kämmerers wird man bald in den Stellenanzeigen lesen können.

Unsere Fraktion hat Herrn Johannes Ferdinand nach seiner Vereidigung als Beigeordneter eine erfolgreiche Tätigkeit gewünscht.

Text und Fotos: Jürgen Akuloff